Full text: Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

Beilage 
237 
Beilage (zu Seite 194) 
König Maximilians II. Einzug in Augsburg am Weih 
nachtsabend 1562* 
Auf zwai uhr nachmittag ist hertzog Albrecht von Bahren sampt 
s S. f. gn. zwaien jungen hertzogen? mit 300 pferdten, darunder vil 
graven, ritter, Herren und vom adel, Ir kön. may. entgegen geriten. 
als nun Ir f. gn. zwischen den zwaien flecken Steppach und Kriegs- 
Haber^ züsamenkomen, ist der hertzog alsbald von seinem pferdt ab 
gestanden und Ir may. entgegengangen, alsbald Ir may. solches 
io gesehen, ist Ir may. auch vom pferdt abgestanden, und haben ainander 
gantz freundtlich empfangen, auch hat Ir kön. may. den zwaien jungen 
fürsten gantz gnedig zugesprochen; des fürsten öltester sun* hat vor 
Ir kön. may. ain schene oration in latein gethan. 
Gleich umb dise zeit haben sich die Herren statpfleger, burger- 
i5 maister und gehaime des rats, auch der Herr Sebastian Schertlin von 
Burtenbach, ritter, und seine zwen sün, Hanns Basti und Hanns 
Philip, die wol gebutzt und schöne pferdt geriten, — dem Herren 
Schertlin hat ain knab ain knebelspieß und ain grosse, guldine ketten, 
umb den leib hangendt, nachgefürt —, auch die Herren Fugger und 
2o die burgerschaft von baiden, der Herren- und Kaufleutstueben, mit iren 
dienern, auch die statsöldner bei der Hoptstat^ versamlet und ssendj in 
ordnung gegen der kay. may. bis außerhalb des Hochgerichts« gezogen, 
da habent die Herren statpfleger, burgermaister und gehaime rät Ir 
kön. may. mit gebürender reverentz und zierlichen reden empfangen, 
2s darauf Ir kön. may. inen gantz gnedige antwurt geben lassen. 
Und ist die ordnung zum einleiten gemacht worden und den 
nechsten der stat zugezogen, da haben 12 Herren des klainen rats bei 
dem Wertachbrugkerthor gewart und Ir kön. may. under der stat 
himel empfangen, darunder sie Ir kön. may. bis zum Kaishaimerhof^ 
30 belaittet haben, wie hernach vermeldt Wirt. das Wertachbrugkerthor 
ist mit wolgeristen bürgern (bei 300 man) besetzt gewesen. 
1. Aus der M airschen Chronik Loci. germ. 2039 der Staatsbibliothek in München, 
Bl. 338b ff. 
2. S. oben ©.94, 1 mit Anm. 1; der jüngste < Ernst) war nicht mit im Zuge. 
3. Beide etwa eine Stunde weit westlich von Augsburg. 
4. Wilhelm, als Nachfolger Herzog Albrechts Wilhelm V. 
5. An der Westseite der Stadt beim Judenfriedhof. 
6. An der Stadtgrenze gegen Burgau, nahe am Hettenbach. 
7. Jetzt E, 6—8.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.