Volltext: Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

Einleitung 
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Jahre 1537 in den Händen des Rates und evangelischer Prädikanten 
gewesen war, die Restitution der katholischen Geistlichkeit in den 
meisten Kirchen der Stadt, die Begehung der kaiserlichen Geburtstags 
feier im Dom am 25. Februar 1548, die verschiedenen Feierlichkeiten 
und Zeremonien am Grünen Donnerstag des Jahres, die im Dom 
vollzogene Weihung des neugewählten Erzbischofs von Köln am 
8. April, die daselbst abgehaltene „Besingnus" des eben verstorbenen 
Königs von Polen, die prunkvolle Fronleichnamsprozession am 
31. Mai, die Aussegnung des auf dem Reichstag vom Tod ereilten 
Konstanzer Bischofs Johann von Weeze am 14. Juni. Von welt 
lichen Festlichkeiten wird nur die Belehnung des neuen Kurfürsten 
von Sachsen am 24. Februar 1548, von den so wichtigen Reichs 
tagshandlungen nur die Verlesung des Abschieds am 30. Juni ver 
zeichnet. 
Mit der Erzählung der zuletzt erwähnten Begebenheiten gewinnt 
die Chronik B zeitlich Anschluß an die Chronik A, die mit dem Bericht 
über die Verlesung „des kaiserlichen Ratschlages, das Interim be 
treffend", beginnt 1 (15. Mai 1548) und sich weiterhin ^ oft mit B be 
rührt. Einiges, was in A unter 1548 steht, wird in B einfach wieder 
holt, anderes teils verkürzt, teils in mehr oder weniger veränderter 
Fassung wiedergegeben. So weist B an Stelle des in A wörtlich mit 
geteilten, viele Blätter einnehmenden Ratschlages, durch den man 
von Seite Augsburger Pattizier den Kaiser zur Absetzung des Zunft 
rates, zur Auflösung der Zünfte und Aufrichtung eines Geschlechter 
regimentes zu bewegen suchte^, nur einen verhältnismäßig kurzen 
Auszug aus diesem auf, der bezeichnender Weise bloß die gegen den 
Bürgermeister Herbrot — Mails Todfeind — darin erhobenen 
Vorwürfe enthält; die umständliche Erzählung in Chronik A von der 
gegen Herbrot im Sommer 1548 wegen seiner Amtsführung auf 
kaiserlichen Befehl eingeleiteten Untersuchung*, die auf eine schamlose 
Erpressung des „reichen Kürschners" hinauslief, wird in Chronik B 
auf ein paar Zeilen zusammengedrängt, und bei der Darstellung der 
Ratsänderung am 3. August bietet die Chronik B nur einen Teil der 
in A vollständig aufgenommenen Rededie der Vizekanzler Seid 
1. S. 25. 
2. Von S. 57 an. 
3. S. 115. 
4. S. 57. 
5. S. 76 ff.
	        
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