Volltext: Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

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welcher  zechen  gewesen*,  in  des  bischofs  von  Airas^  Hof  gefodert
worden.
Da  sie  nun  alle  gehorsam  dahin  kamen,  send  sie  auf  ainen  gang
züsamen  komen,  sich  auf  ain  gemaine  antwurt  zü  underreden,  aber
s  es  ist»  inen  balt  durch  ainen  trabanten  verboten  worden,  sie  sollen
sich  nit  mit  einander  underreden,  sonder  sie  sollen  von  ainander
tretten.
Nach  disem  ist  der  bischof  von  Arras,  des  alten  Granvels  sun,
sambt  dem  Malfendt^  und  doctor  Jörg  Sigmundt  Sölden  in  den
io  sal  gangen  und  haben  ainen  jeden  in  sonderhait  gefragt.
Darauf  hat  ain  jeder  geantwurt,  aber  doch  kainer  wie  der  ander,
sonder  des  Hans  Heinrich  Helden  Helfer*  hat  geantwurt,  er  glaub,
was  sein  Johannes^  glaub,  da  haben  sie  in  gefragt,  was  sein  Johannes
glaub,  eben,  was  ich  glaub,  soliches  hat  im  der  doctor  Seid  fürgehalten
i5  in  beisein  der  Herrn  statpfleger  und  gehaimen  rate,  baider  burgermaister
  in  dem  ambt  sambt  der  zwaien  obersten  schülherrn°.  es  hat
auch  weiter  Herd  d.  Söld  anzaigt,  daß  zum  höchsten  sei  zü  verwundern,
daß  in  ainer  solchen  weitberuembt-en  stat,  als  Augspurg  sei,  darin
sovil  statthafter  und  gelehrter  leut  wonhaft,  solchen  ungelerten  und
so  unerfarnen  predicanten,  den  gemainen  mann  so  jämmerlich  zu  verfuereno,
  so  lang  gestatt  sei  worden.
Darauf  die  predigcanten  kain  antwurt  geben  außerhalb  Johann
Ehinger.  der  hat  anzaigt,  er  hett  vermaint,  seine  mitbriedero  als  die
vorgenger  solten  sich  selber  und  ine  verantwurt  haben«,  dieweil!
25  solches  nit  geschechen,  wöll  er  sich  selber  für  sein  Person  (wiewol  er
der  geringst  und  ainfeltigist),  ob  Gott  will,  mit  gründ  und  der  warhait
  verantwurten,  daß  er  alhie  die  zeit«  seines  predigampts  dem
gemainen  mann  je  und  alwegen  das  wort  Gottes  christlich  und  treu-»>
  .ist"  entlehnt  aus  26.  b)  „her"  fehlt  26.  c)  In  den  Handschriften  .versiert".
d)  seine  mitgcsellen  und  brueder,  26.  e)  und  auch  ine  verantwort  haben.  26.  27.
k>  dieweil  aber,  26.  g)  „die  zeit"  entlehnt  aus  26.  27.
1.  Johann  Heinrich  Held,  Leonhard  Bächlin  sFlüßlin,  Rivulus),  Johann  Ehinger,
Johann  Flinner,  Johann  Meckart,  Johann  Traber,  Johann  Matsperger  <Mets-Perger),
  Jakob  Dachser,  Wolfgang  Engelschalk,  Marx  Naß  <Nas>.  Siehe  über  sie  die
biographischen  Daten  in  dem  Predigerverzeichnis  bei  R  o  th,  A.  R.-G.,  11  l,  S.  o39  ff-,
und  IV,  S.  703  ff.
2.  Anton  Perrenot  von  Granvella.
3.  Petrus  Malvenda.
4.  Jakob  Dachser,  der  ehemalige  Wiedertäufer.
5.  Johann  Heinrich  Held.
6.  S.  die  Namen  dieser  Männer  bei  Roth,  IV,  S.  344.
Städtechroniken  XXXIII.

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