Volltext : Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

1552

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an  den  bierbten  tag.  und  am  montag  zü  aubents,  da  zogen  die  fürsten
herein*.  hörtzog  Moritz  von  Sachsen  in  des  Jacob  Herbrots,  gewesnen
burgermaisters»,  haus»,  margraf  Albrecht  d  von  Brandenburg»  in  der
flauen  Vöglin  Haus«  und  lantgraf  Wilhalm  von  Hessen»  in  der  frau
5  Sigmundt  Welserin  haus»,  alle  auf  dem  HeumaE.  es  zogen  auch
vier  fehnlen  knecht-  mit  inen  herein,  dariber  der  Herr  von  Haideck»
oberster  war.

[163b]  Volget  der  brief,  so  die  fürsten  an  die  ftat
Augspurg  geschriben  und  was  ir  begern  gewesen  am
io  ersten  tag  april  anno  1552»
Gedruckt  beiLangenmantel,  Regimentshistorie  S.  114ff.,  und
(nach  dem  Original  richtig  gestellt)  in  Mails  Chronik^,,  S.  260ff.

a)  „Beweinen  burgermaisters"  entlehnt  aus  28.  b>  „Albrecht"  entlehnt  aus  28.  e>Iandsknecht.


gefar  leibs  und  lebens  gestanden,  sonder  auch  etwas  mit  schimpf  und  verclainerung
on  alle  ausrichtung  abziehen  müessen,  sich  gegen  obernannten  chur-  und  fürsten
neben  und  mit  den  ausschüssen,  so  dazümal  von  der  gemaind  erwölt  waren,  in  Handlung ­
  einzulassen."
1.  S.  unten  S.  393,4.
2.  Herbrot  war  Bürgermeister  gewesen  in  den  Jahren  1545  und  1547.  Sein
Haus  jetzt  das  Maximiliansmuseum,  D  283.
3.  Albrecht  Alcibiades,  Markgraf  von  Brandenburg-Bayreuth.
4.  Felicitas  Arzt,  die  Witwe  des  reichen  Georg  Vogel,  dessen  Söhne  1538  in
das  Patriziat  aufgenommen  wurden.  Ihr  Haus  im  Steuerbuch  das  erste  Haus  unter
der  Rubrik  „Vom  Weberhaus".
5.  Der  Sohn  des  gefangenen  Landgrafen  Philipp  von  Hessen.
6.  Ursula  Roth,  die  sich  1521  mit  Sigmund  Welser,  einem  Sohn  des  Laux
Welser,  vermählt  hatte.  Das  Haus  jetzt  O  29.
7.  Der  breiteste  Teil  der  jetzigen  Philippine  Weiser-Straße.  Siehe  das  Bild
des  Heumarkts  bei  Buff,  Augsb.in  der  Ren.-Zeit,  S.  61.
8.  Hans  von  Haideck,  Kriegsoberst  in  Diensten  des  Kurfürsten  Moritz.
9.  Inhalt  des  Schreibens:  Die  Kriegsfürsten  versichern,  das  Ziel  ihres  Kriegszuges ­
  sei  kein  anderes  als  „die  Handhabung  und  Beschützung  aller  Bekümmerten
und  Verdruckten",  die  Wiedererweckung  der  schwer  gefährdeten,  fast  schon  vernichteten ­
  „alten  Libertät  und  Freiheit  der  Teutschen"  und  die  Befreiung  der  gefangenen ­
  Fürsten—des  Kurfürsten  von  Sachsen  und  des  Landgrafen  von  Hessen.
Es  fordert  die  „ehrliebenden  Christen"  der  Stadt  Augsburg  auf,  dahin  zu  wirken,
daß  diese  den  Kriegssürsten  übergeben  werde,  womit  sie  nur  ihrer  eigenen  Wohlfahrt
dienen  würden,  denn  es  bestünde  dann  Aussicht,  daß  die  vertriebenen  Prädikanten
zurückkehrten,  das  unterdrückte  Evangelium  wider  erweckt,  die  vom  Kaiser  aufgelösten
  Zünfte  wieder  ins  Leben  gerufen,  der  patrizische,  vor  vier  Jahren  von
Karl  V.  eingesetzte  Rat  aufgelöst  und  wieder  durch  das  Zunftregiment  ersetzt  würde.
Folge  man  dieser  Aufforderung  aber  nicht,  so  sei  dies  der  Weg,  wodurch  sie  selbst
und  die  Nachkommen  „in  Strafen,  Beschwerden  und  Verderben  geraten  würden  .
Das  möge  man  sich  vor  Augen  halten;  Neutralität  sei  nicht  möglich.
            
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