Full text: Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

1560 
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Ain mägdlin vermaurt, so ain kindt umbbracht 
M 514a. Auf aftermontag adj. 26. novembris» ist ain junges megdtlin 
bei 14 jaren alt, so Susanna Kepelerinv genant, ain hieigs kind, von 
zwaien statknechten aus den Eisen under den ercker am Rathaus ge- 
5 fuert und ausgeschrien worden, daß dises mägdtlin bei ainem jar 
verschinen ain zwaijärigs kind ab seinem arm fallen lassen und dar 
nach dem kind mit baiden fueßen auf die prust gesprungen und hab 
das kind umbracht, derwegen es den todt« wol verwirckt, aber aus 
großen gnaden und sein jugent angesehen hat ain ersamer rat zü 
10 urtl und rechts erkent, daß dises mägdtlin sein lebenlang soll ver- 
mauret gehalten werden*. 
*Traid° 
M 516a. [28b] Aus dornstag und freitag adj. 28. und 29. novemben 
hat in der Schrand das schaff keren 27*/ 2 und 28, der rogken 24, 25 x / 2 
i5 und 25, die gersten 167 2 und 17 ß, der Haber 20 batzen gölten. 
*Tag zu Donauwörth 
M 512a. Nota! Auf sant Andreas tag [30. Nov.] ist ain underhand- 
lungstag zwischen dem graf Ludwig von Otlingen und Herrn Sebastian 
Schertlin, ritter, gen Tonawerd angesetzt und gehalten worden^. 
Ai Marggraven von Baden das closter Herrnalb eingenomen 
M 514b. In disem monat November haben die zwen marggraffen von 
Baden, Philipert und Cristoff, gebrüder etc., dem hertzogen Christoff 
von Wirttenberg das closter Herrnalb und etliche darzü gehörige 
dörfer eingenomen^. 
a)den 26. nov. b) Keferlerin. o) dann den todt. 6) mit urtl und recht. e) Unter 
„Teuerungen". f) freilag den 28. u. 29. nov. 
1. S. oben S. 26. — Ihre Verwandten suchten durch Fürbitte des Ende 1562 
nach Augsburg kommenden Königs Maximilian Begnadigung zu erwirken, hatten 
aber mit ihren Bemühungen keinen Ersolg. 
2. S. oben S. 65.— Ratsdekr., 23. November: „Herrn Seb. Schertlin ist auf 
angesetzten tag zü Thunawörde zu ainem beistand verordnet Herr Johann Baptista 
Haintzl und Herr Hanns PaulsHörwart." Bl 60a. — StettenS. 540; Herb erg er, 
Schertlins Briefe, S. CXX; Verschiedenes über diesen Tag in der Lit.-Sammlung. 
3. Markgraf Philipp von Baden hatte dem Abt Philipp Degen von Herrenalb 
fünf Dörfer weggenommen, weil ihm dieser einen von ihm verlangten Beitrag zur 
Bezahlung der Schulden als eine Neuerung verweigerte. Auf die Beschwerde des 
Abtes bei Herzog Christoph von Württemberg als dem Schirmherrn des Klosters kam
	        

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