Full text: Augsburg, Bd. 9 (1929 / 34)

370 
Weberchronik von Clemens Jäger 
Wann ich zu sät würd, macht ich sunst gerichte 
Verläugnen dein und sagen mer: 
Wer ist Gott, Herr? ich laid kain schwer, 
Dir würd kain lob und eer von mir bekandte. 
3. ° 
Lder wo ich verarmet gar, 
Möcht ich stelen und mich an dem 
Namen meines Gottes schwerlich vergreiffen. 
Tisen spruch nam ich eben war, 
Bat Got umb gnad, hielt mich bequem w 
Und lues zu dal die lasier von mir schleifsen. 
Herr Gott, verleich uns dein genad, 
Daß unser bit allain Dir reich zu eern, 
Auch daß Dein gab der seel nit schad. 
Ten überflus soln wir zu armen kern, » 
Tann welcher hilft dem armen man, 
Ter hat es Christo selbs gethan, 
Herr Gott, behüt uns vor der helle reiffen. 
III. 
Aus dem Pfisterschen Ehrenbuchs 
Vom waren Adel 
1. Wer kombt von gueten eltern her, 
Aus altem gschlecht in lob und ehr, 
Volg seinen vordern nach; 
Auf erbarkait sein leben schick, 
So wird er haben gnad und glück 
Durch Gottes fegen ach. 
Sein angeboren edles gmuet 
Mit vleiß vor aller schandt behuet, 
Thu nichts dem gschlecht zu schmach! 
1. S.zu diesem T irr, Clemens Jäger usw., l. c., S. 17 s., Strieder,!. c.S. 108.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.