Volltext: Augsburg, Bd. 9 (1929 / 34)

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Weberchronik von Clemens Jäger 
4. 
Ehebündnisse zwischen dem Habsburgischen und dem 
bayrischen Herrscherhause 
[I, 393] O, werder leser, nimm hie war: 
Wie reich der göttlich fegen klar 
Diß haus von Bahrn und Pfaltz am Rein 
Geliebet hab, folgt aus dem schein, 
Daß sich die fürsten hochlobleych 
Vom ertzhertzogthomb Oesterreych 
Haben befraindt in allen eeren, 
Deßhalb ir lob thuet billich weren. 
Wann das haus Bahrn erinnert sich, 
Wie oft die fürsten hochloblich 
Von Österreich, dem edlen stamen, 
Sich befraindt zum bayrischen namen, 
So Wirt am schöne anzal befunden 
Vom ansang biß zu disen stunden; 
Doch wer die anzal wissen will, 
Derselb mein werck durchlesen soll. 
5. 
Hochmut bringt große Häupter mit der Zeit zu Fall 
[I, 159a] Die hochfart, stoltz und übermuet 
Thond in die leng niemant kain guet, 
Als hertzog Hainrich auch geschach, 
Wiewol es in gereut hernach. 
Der hett zwue chur in seiner Hand; 
Sampt Sachsen Pfaltz und Baierland. 
Als er sich aber üppigklich 
Versündt an kaiser Friderich, 
Sein kaiserlichen thron verletzt, 
Ward er von allem gwalt entsetzt. 
Der kaiser in offt überwand, 
Zuletzt floh er nach Engeland, 
Daselbst ist er zuletzst gestorben 
Und sein erben schlechts lob erworben.
	        

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