Full text: Augsburg, Bd. 9 (1929 / 34)

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Einleitung 
Die Handschrift (b) ist offenbar die Abschrift des von Jäger gefertigten 
Konzeptes, das aber bei der Reinschrift (a) mehr oder weniger be 
deutende Änderungen in großer Zahl erfahren. Jäger hat dann, nach 
dem ihm die Reinschrift fertig vorlag, dieses Konzept in der Weise zu 
einer Abschrift des Originals (a) umgewandelt, daß er — abgesehen 
von Unwesentlichem — mit eigener Hand b nach a korrigierte, alles, was 
in b fehlte, aus a nachtrug, alles was b gegen a an plus hatte, strich 
usw. Die Vorrede in a fehlt b. Das Titelblatt auf 1» trägt die von 
Jäger herrührende Aufschrift: Der Zunft der weber zu eren. Am 
Rand des Textes finden sich verschiedene von ihm mit roter Tinte 
geschriebene Marginalien. Hinter dem Texte noch drei leere Blätter. 
Weberchronik- Bruchstück^« 
Jenen Abschnitt im ersten Hauptteil der Weberchronik, der die 
Erzählung der Regimentsänderung von 1368 erzählt und in a 
auf Bl. 42 a beginnt, ließ Jäger als etwas besonders Interessantes 
für Liebhaber in Sonderabschriften vervielfältigen. Eine dieser liegt 
uns vor in cgm. 6004; Regalformat, blauer Umschlag mit Schild, 
auf dem der von neuerer Hand geschriebene Titel steht: „Handlung 
des Zunftlichen regiments durch ain Gemaind von ainem Erbern 
Rat alhie zu Augsburg, 21. Oktober 1368." Die Handschrift, die, wie 
eine gewisse Spur zeigt, durch Jägers Hand gegangen und von seinem 
Schreiber in lateinischer Schrift gefertigt ist, beginnt gleich den ent 
sprechenden Stellen in a und b mit den Worten: „Im Namen des 
Herrn, amen. Ms von dem Anfang der zunftlichen und bürgerlichen 
Regierung 1953 jar etc. gezelt wurden", und deckt sich im allge 
meinen im Wortlaut mit dem Text in a; int einzelnen aber ergibt 
sich bei der Vergleichung doch eine beträchtliche Anzahl von Ver 
schiedenheiten — Auslassungen, Abweichungen und Zusätzen —, die 
wie die in b als Varianten von a verzeichnet wurden.
	        

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