Title:
Praktischer Unterricht in der Feuerwerkerkunst für Dilettanten und angehende Feuerwerker oder Vollständige Anweisung alle Arten von Land-, Wasser- und Luftfeuerwerken, sowie auch Feuerwerke zu Luftballons, auf Theatern und zu Kriegsbedürfnissen zu verfertigen, aufzustellen und abzubrennen
Creator:
Ruggieri, Claude-Fortuné Hartmann, Friedrich J.
Shelfmark:
1B 263
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1549874762050/134/
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Netz wird wie ein gewöhnliches Netz zum Vogel- oder Fischfongen 
gemacht; nur müssen die Maschen oben auf dem Ballon sehr klein 
sein und sich von da ab aUmählig erweitern. Hierauf macht man 
eine Bombe von Pappe, die 38 Ccnlimeter (14 Zoll) Durchmesser 
hat; diese wird mit weißen Sternen gefüllt. Man sehe den Artikel 
Bombetten nach, weil sie keinen Ausstoß haben, und eben so den 
Artikel Bomben, indem die Bombe des Ballons wie diese gefüllt 
wird, nur erhalt sie statt der Zündrakete eine starke Röhre, wodurch 
sie augenblicklich nach dem Schlüsse der vorhergehenden Effecte ent 
zündet wird. Uebrigens muß man sich hier immer von der guten 
Bereitung der Bombe wohl unterrichten, weil sie sonst ganz auf die 
Erde zurückfallen könne, wo ihr Zerplatzen großen Schaden anrich 
te Möchte (§. 1Q7.). ' > 
Die Bombe bedarf hier offenbar keines Ausstoßes, weil sie an 
dem Ballon aufgehängt ist; man versieht sie zu dem Ende mit 
Lehren, die aus einem Stricke gemacht werden, wie » (5. XXI.) es 
zeigt, Man kann der Bombe auch eine beliebige andere Form, z. 
B. die eines Gefäßes geben. Hierauf macht man den Stern, wo 
von im vorigen Paragraph- gesprochen ist; zu dem Zwecke sägt man 
aus langen sogenannten Schalbrettern Stäbe, die 27 Millimeter 
(1 Zoll) ins Gevierte haben. Diese Stangen werden zu einem 
Sterns von der Form Fig. 7. XXI. zusammengesetzt. Der Sterq 
besteht aus doppelten Reihen, von denen die äußere eine andere 
Farbe hat, als die innere. Diese Falbenverschiedenheit dient dazu, 
um den Stern von unten unterscheiden zu können, der sonst in einan« 
dep fließen würde. 
Hierauf befestigt mau aus einem Ringe römische Kerzen (bei 
d?m genannten Ballon hatte man deren 96). Der Ring wird aus 
leichtem Holze gemacht und hat ungefähr 4 Meter (12 Fuß) äußern I 
Durchmesser, Man befestigt daran 8 bis 10 Radien, die dick ge- 
yug sein müssen, daß sie nicht zerbrechen, wenn der Ring an dem 
Ballon aufgehängt wird. Die römischen Kerzen werden mit einan 
der ccmmunicirt u. s. w.; dann leitet man das Feuer von dem Ende 
einer römische» Kerze zu der Bombe und dem Ballon. Der erste 
ist also der erste, dix römischen Kerzen der zweite, und die Bombe der 
dritte Effect, 
Fig. 1. XXII. stellt den Ballon vor, wie er mit dem Feuer 
werk- ausgerüstet und fertig zum Emporsteigen ist. Man zündet 
das Fe-ec an, sowie man den Ballon in die Luft steigen läßt, und 
sorgt durt, oie Communicakion für eine Verzögerung, damit der 
Ball Zeit h>< sich zu erheben, ehe das Feuerwerk beginnt. » ist dfk
        

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