Title:
Praktischer Unterricht in der Feuerwerkerkunst für Dilettanten und angehende Feuerwerker oder Vollständige Anweisung alle Arten von Land-, Wasser- und Luftfeuerwerken, sowie auch Feuerwerke zu Luftballons, auf Theatern und zu Kriegsbedürfnissen zu verfertigen, aufzustellen und abzubrennen
Creator:
Ruggieri, Claude-Fortuné Hartmann, Friedrich J.
Shelfmark:
1B 263
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1549874762050/48/
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Abschnitt II. 
Bereitung aller Arten von Land-, Luft- und Wasser- 
Feuerwerken. 
Erste Abtheilung. 
Landfeuerwerke. 
Kap. 1. Feste Feuer. 
§. 50. Raketen oder Wurffeuer im Allgemeinen. 
(b£f)e wir von den verschiedenen Acten der Raketen oder Wurf 
feuer sprechen, wollen wir erst die verschiedenen Patronen betrachten. 
Die Patrone (7. III.) ist über dem Stocke (1.1.) geformt, aber 
nicht geschnürt. Fig. 8. III. ist eine geschnürte Patrone. Fig. 13. 
I. ist dieselbe Patrone, deren Hals mit einem Bindfaden umkartet 
ist (vergl. in §. 55.). 
§. 51. Präparirung der Patronen zu den Wurffeuern. 
Man hat verschiedene Methoden, die Patronen zu den Rake 
ten zu präpariren. Ich will zuerst diejenige beschreiben, welche ich 
für die beste halte, und die andern bis zum folgenden §. aufschieben. 
Man hat dazu einen eisernen Dorn (1. IV.), den man auf 
den Fuß (14.1.) steckt, wie (Fig. 2. IV.) zu sehen ist. Nachdem 
der Dorn so aufgesteckt ist, stellt man den Fuß auf einen Block (17. 
I.); dann steckt man die Patrone (13.1.) auf, in welche man zu 
vor ihren Stab (6. IV.) eingetrieben hat, den man Boden- oder 
Schwanzstock nennt, und der in demselben Verhältnisse durchbohrt 
sein muß, wie der erste Stab zum Gerathe der fliegenden Raketen. 
Hierauf schlagt man oben aus den Stab, um den Dorn in den Hals 
der Patrone einzutreiben; es reichen dazu einige leichte Schlage hin; 
man nennt dies das Richten der Patronen. Dann zieht man den 
Stab heraus und schüttet etwas zerschlagene und durch ein feines 
Seiden- oder Haarsieb gesichtete Thonerde in di» Patrone, steckt 
dann den Stab wieder ein und schlagt ihn so derb, daß aus der 
Thonerde ein einziger fester Körper wird. 
Bei Patronen von 6 bis 8 Linien innern Durchmessers darf 
man der Thonerde nur eine Dicke von 3 bis 4 Linien geben; bei an 
dern Patronen vermehrt man diese Dicke verhältnißmäßig. Die 
allgemeine Regel in dieser Beziehung ist folgende: ^ der Höhe des 
Dorns nimmt die Pappe, f der Thon, und das übrige Drittel die
        

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