Volltext: Praktischer Unterricht in der Feuerwerkerkunst für Dilettanten und angehende Feuerwerker oder Vollständige Anweisung alle Arten von Land-, Wasser- und Luftfeuerwerken, sowie auch Feuerwerke zu Luftballons, auf Theatern und zu Kriegsbedürfnissen zu verfertigen, aufzustellen und abzubrennen

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§. 89. Wirbel und Tafelräder. 
Die Wirbel bestehen aus mehreren Nädern auf einer runden 
Tafel; das einfache Tafelrad gibt davon eine richtige Vorstellung. 
Das einfache Tafelrad (1. XVI.) rottet horizontal; d. h. das 
Rad rokirt um seine Axe, und diese Axe wieder um die Tafel; dieses 
Stück hat also zwei verschiedene Bewegungen, ä ist die Tafel, a ein 
Ständer und b ein Zapfen, der so gemacht sein muß, daß das Eisen 
oder die Axe e sich leicht drehen kann. Der Theil c des Rades ro- 
tirt dadurch um die Tafel, ohne von dieser herabzugleiten, vorzüglich 
wenn sich vor oder hinter der Nabe des Rades ein Vorsprung be- 
findet, der ihn in einer bestimmten Entfernung erhält. 
Es muß bemerkt werden, daß dieses Rad nicht rotircn könnte, 
falls es nur ein einziges Feuer hätte. Die Bewegung solcher Räder 
kann nur durch Kräfte bewirkt werden, die auf dem Kreisringe gleich 
weit von einander abstehen, weil die ganze Kreisbewegung eines An 
haltspunktes bedarf, um vor sich zu gehen. Stellt man so das 
Gleichgewicht her und bringt jeder Kraft eine gleiche und entgegen 
gesetzte an, so findet sich !m Diameter das Eentrum und die Rota 
tion geht vor sich. Man kann die bewegenden Schwärmer vermeh 
ren, soweit man will, nur müssen sie in gleichen Entfernungen auf 
dem Kreisringe stehen, weil sonst kein Gleichgewicht vorhanden sein 
würde. 
Auch ist klar, daß die beiden correspondirenden entgegengesetzten 
Schwärmer immer zu gleicher Zeit angezündet werden müssen. 
Hat man bloß ein einziges solches Rad, so heißt dies ein einfa 
ches Taselrad; sind deren mehrere auf derselben Tafel vorhanden, so 
heißt das Stück ein Wirbel. 
(Fig. 1. XIII.) ist eine Axe zu zwei Rädern, um auf derselben 
Tafel einen Wirbel zu bilden. Diese Figur zeigt auch zugleich, wel 
che Form eine Axe mit drei oder vier Armen zur Aufnahme mehrerer 
Räder haben müsse. 
§. 90. Mechanisches Tafelrad. 
Das Rad (2. XVI.) rotirt hier auf der Tafel, wie das Rad des 
vorigen Paragraphen; sein erster Effect besteht jedoch in einer Rota 
tion auf einem Zapfen, dann fallt es auf die Tafel und rotirt auf ihr 
wie das vorige Rad. Zu dem Zwecke hat man ein Holzstück, was 
sich in einem Charniere oder einem eisernen Bande mit doppelten 
Fugen zusammenschlagen laßt, in der Figur der Theil a. Dieser 
Theil muß sich so weit auseinanderschlagen lassen, daß der Theil b 
des Rades aus die Tafel kommt. Der Theil c ist durchlöchert unh
	        

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