Volltext: Praktischer Unterricht in der Feuerwerkerkunst für Dilettanten und angehende Feuerwerker oder Vollständige Anweisung alle Arten von Land-, Wasser- und Luftfeuerwerken, sowie auch Feuerwerke zu Luftballons, auf Theatern und zu Kriegsbedürfnissen zu verfertigen, aufzustellen und abzubrennen

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düng mit dem Stocke 6 einbringen. Steht der Dorn nicht weiter 
aus der Composition heraus, so bringt man zwei Ladungen mit dem 
massiven Stocke e ein, die also f eines innern Durchmessers hoch 
sind, von denen ein Drittel auf den Rest des Dorns kommt, und 
drei Drittel den massiven Theil der Rakete bilden. 
Fig. 4. XXI. zeigt die Gestalt einer geladenen fliegenden Ra 
kete mit allen Ladungsverhältnissen, die in der Mitte durchschnit 
ten ist. 
Die massive Ladung, die einen innern Durchmesser hoch ist, 
muß gemessen werden, weil ihre Dicke, trotz aller Vorsicht, immer 
etwas variirt. Sind nun der Dorn und die Form in den angege 
benen Verhältnissen gemacht, so wird man nicht irren, wenn man 
die massive Ladung genau von der Höhe der Form, nicht höher und 
nicht niedriger macht. Von diesem Verhältnisse hängt vorzüglich 
die Güte und Schönheit der Rakete ab; die übrigen Verhältnisse 
brauchen nicht so genau zu sein, indessen habe ich sie alle angegeben, 
um nichts zu wünschen übrig zu lassen. 
Nachdem die Rakete geladen ist, zieht man den Dorn heraus, 
um sie vollends fertig zu machen. Man nimmt nun die Form zu 
dem Topfe der Rakete (2. II.), die zu verschiedenen Zwecken, vor 
züglich aber zu dem hier bezeichneten benutzt wird. Man schneidet 
einen Pappstreifen von dem dritten Theile der Höhe der Rakete, und 
so lang, daß er sich zwei Mal um die Form, welche Mal so groß 
im Durchmesser ist, als die Rakete, aufwickeln läßt. Der geformte 
und geschnürte Topf hat die Gestalt Fig. 11. II. Man steckt die 
Rakete in den geschnürten Theil, bringt Kleister zwischen die Fuge, 
damit sich beide Theile vereinigen, schlägt um die Schnürung des 
Topfes einen Bindfaden, und leimt einen breiten Papierstreifcn 
darüber, um den Faden zu bedecken. Ist die Arbeit fertig und ge 
trocknet, so bringt man in den Topf von der Garnitur (siehe diesen 
Artikel), steckt einen kleinen Papierpfropfen darauf, damA sie ihre 
Lage behalte, und leimt, damit auch dieser in seiner Stellung bleibe, 
einen Papierdeckel auf die Mündung des Topfes, läßt dann Alle- 
trocken werden, um hierauf die Kappe aufzusetzen. 
Diese Kappe ist ein Kegel (12. II.), gleichfalls aus Pappe, 
welcher auf der Kappenform (3. II.) geformt wird. 
Die Form zu der Kappe muß so gemacht sein, daß der offene 
Theil des Kegels im Diameter etwas größer sein, als der Diameter 
des Topfes, um kleine Zeichen an der Kappe anbringen zu können, 
wie (13. II.) zeigt. Diese Zeichen müssen auf die Außenseite des 
Topfes geleimt werden, damit die Kappe fest aufsitze. Man fügt
	        

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