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Die Anlage eines Feuerwerkslaboratoriums.
XXIX.
Die Anlage eines FeuerwerKslaboratormms.
Für jene Pyrotechniker, welche die Herstellung der Fcucrwerksobjecte
geschäftsmäßig betreiben wollen, ist es von großer
Wichtigkeit, ein entsprechend eingerichtetes Locale für die Zwecke
ihrer Fabrikation zur Verfügung zu haben, indem sie hiedurch
eine außerordentliche Vereinfachung der verschiedenen Arbeiten
ermöglichen können. In großen Städten ist es aus begreiflichen
Gründen sehr schwierig, die Concession zur Errichtung
einer Fabrik von Feuerwerkskörpern zu erlangen, indem man
ein Geschäft, welches wie das unsere immer eine gewisse
Gefahr mit sich bringt, nicht gern in der Stadt selbst ausüben
sieht.
Jener Pyrotechniker, welcher sich ein eigenes Laboratorium
einrichten will, wird daher gut thun, dasselbe an einem Orte
zu errichten, an welchem er von den Nachbarn unbehelligt bleibt;
am geeignetsten dürfte hiezu offenbar die ganz isolirte Lage
des Laboratoriums sein.
Das Feuerwerkslaboratorium soll so eingerichtet sein,
daß es im Falle einer Explosion oder eines Brandes nicht
ganz zerstört wird. Eine Explosion wirkt um so heftiger, je
größer der Widerstand ist, welcher sich dem explodirenden
Körper entgegenstellt; aus diesem Grunde erscheint es am
zweckmäßigsten, die Fensteröffnungen recht groß zu machen
und dem Dache eine leichte Construction zu geben. Das Gebäude
sollte daher ein ebenerdiges sein, und wird auf das
Mauerwcrk unmittelbar das Dach aufgesetzt. Letzteres soll mit
gut getheerter Leinwand überzogen sein.
Es braucht nicht erst besonders erwähnt zu werden, daß
eine derartige Bedachung sehr feuergefährlich ist; cs giebt aber
Mittel, um derselben die Feucrgeführlichkeit zu benehmen und
sie geradezu unverbrennlich zu machen.
Wenn man die Leinwand, nachdem sie auf einer Seite
getheert wurde, auf der anderen tüchtig mit Wasserglaslösung