Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn : Organ für d. Hochbaufach u. seine Interessenten, II. Band (1896)

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Seite 30. 
Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn. 
Nr. 4. 
  
eigneter Pläne für den Bau eines katholischen 
Gesellen- und Lehrlingsheims schreibt .der katholische Gesellenverein 
in Reichenberg einen Wettbewerb aus. Auskünfte ertheilt der Ver- 
einspräses Caplan Karl Schneider (Erzdechantei). 
Bau eines Gymnasial- und eines Directions-Wohngebäudes für 
das ev. Presbyterium A.-B._ in Bistritz mit einem Kostenaufwande 
von fl. 125.000. Concurs zur Erlangung von Projecten I. Preis Kr. 1200, 
IL. Preis Kronen 800. Ein nicht prämlirtes Project kann um Kr. 600 
angekauft werden. Bauprogramm, Situationsplan und sonstige Beding- 
nisse können vom Stadtpfarrer und Presbyteriat-Präses Gottlieb Budaker 
gratis bezogen werden. Einreichungstermin |. Mai 1896, 
Die Stadt Detmold beabsichtigt ein Gebäude für eine technische 
Lehranstalt zu errichten und die hiezu erforderlichen Pläne auf dem 
Wege öffentlichen Wettbewerbes unter deutschen Architekten zu 
erlangen. Als Preise für die drei besten Entwürfe sind 1000, 750 und 
500 Mk. ausgesestzt. Die Preisrichter sind im. Programm genannt. 
Die prämiirten Entwürfe werden Eigenthum der Stadt Detmold. 
Programme und Lagepläne können vom Magistrat gegen Zahlung 
von 4 Mk. bezogen werden, die bei Einlieferung einer Concurrenz- 
arbeit zurückgezahlt wird. Die Entwürfe sind in-üblicher Weise, mit 
Motto und verschlossenem, den Namen und Wohnort. des Verfassers 
enthaltendem Umschlag versehen, bis zum 15. Juni d. J., Mittags 12 Uhr, 
an den Maigstrat der Stadt Detmold postfrei einzusenden. Für den 
Einlieferungstermin ist eventuell das Postdatum der Aufgabe ent- 
scheidend. Die nicht prämlirten Entwürfe werden den Herren Bewerbern 
postfrei zurückgesandt, nachdem sämmtliche Pläne 8 Tage lang im 
Rathhause öffentlich ausgestellt gewesen sind. 
Dresden will seinem grossen Ehrenbürger, dem Reichskanzler 
Fürsten Bismarck, ein Denkmal errichten. Zur Erlangung geeigneter 
Entwürfe für die Ausführung dieses Denkmales veranstaltet der unter- 
zeichnete Ausschuss hiermit unter Künstlern deutscher. Nationalität 
einen öffentlichen Wettbewerb, für welchen Preise in der Gesammt- 
summe von 9000 Mark zur Verfügung stehen. Das Preisrichteramt 
haben folgende Herren übernommen: 1. Oberbürgermeister Geh. 
Finanzrath Beutler in Dresden; 2. Stadtbaurath Bräter in Dresden; 
3. Bildhauer Professor Di7ez in Dresden; 4. Architekt Hauschild in 
Dresden; 5. Stadtbaurath AK7Ze7Ze in Dresden; 6. Generalmajor z. D. 
yon Kusserow in Dresden; 7. Bildhauer und Erzgiesser vo% Miller in 
München; 8. Hofrath Dr. med. Osterloh in Dresden; 9. Baurath Stadt- 
Zur Erlangung ge 
rath Richter in Dresden; 10. Bildhauer Professor Schaper in Berlin ; 
11. Geh. Baurath Wallot in Dresden. Die Entwürfe sind bis zum 
15. October 1896; Mittags 12 Uhr, an den Ausschuss im Ausstellungs- 
gebäude an der Stübel-Allee in Dresden abzuliefern. Die für den 
Wettbewerb aufgestellten Bedingungen sind im Dresdener Rathhause, 
erstes Obergeschoss, Zimmer Nr. \4, zu erhalten. 
Zur Erlangung von. Plänen für die in Bochum zu erbauende 
Oberrealschule wird ein allgemeiner Wettbewerb unter den deutschen 
Architekten ausgeschrieben. Die Arbeiten müssen bis zum 20. Juni d. J. 
Abends 6 Uhr; bei dem Magistrat der Stadt Bochum eingereicht sein. 
Es sind drei Preise, und zwar: ein erster Preis von 3000 Mk., ein 
zweiter Preis von 2000. Mk.,“ ein dritter von 1000 Mk. ausgesetzt. 
Das Preisrichteramt haben übernommen: A. Herr Professor Hubert 
Ser in Hannover; 9%. Herr königl. Baurath S#66e7% in Köln; 3. Herr 
Oberrealschuldirector Liebhold, hierselbst; A. Herr Stadtrath, Baumeister 
Schwenger in Bochum; 5. Herr Stadtbaurath Bluth in Bochum, Die 
Bedingungen und das Bauprogramm sind vom Magistrate gegen 
Zahlung von 1 Mk. zu beziehen. 
Wettbewerb um den Entwurf eines Bauplanes für ein Curhaus 
in Westerland a. Sylt. Für die Anfertigung Von Entwürfen zu dem 
Neubau eines Curhauses im Westerland a. Sylt wird ein Wettbewerb 
unter den im Deutschen Reiche zur Zeit ansässigen Architekten eröffnet. 
Das Programm nebst Lageplan ist von Herrn Ch. Hansen zu Schleswig 
Hafenstrasse Nr. 5. zu beziehen. An Zeichnungen werden verlangt: 
a) ein Lageplan im Massstab 1:500; 8%) die Grundrisse des Erd- 
und Kellergeschosses, sowie der darüber liegenden Stockwerke; c) ein 
Längenschnitt; d) mehrere Querdurchschnitte; e) die Facaden, soweit 
sie verschieden sind; /) eine perspectivische Ansicht. Die Zeichnungen 
5) bis e) im Massstabe 1: 200. Die Entwürfe sind bis zum 1. Mai 1896, 
Abends 7 Uhr, an den oben genannten Herrn einzusenden. Als 
Preise sind ausgesetzt 2000, 1200 und 800 Mk,, ausserdem ist das 
Recht des Ankaufs weiterer Entwürfe für den Betrag von 800 Mk, vor- 
behalten. Das Preisrichteramt haben nach Billigung des Programms über- 
nommen: 1. Regierungs- und Baurath Beisner zu Schleswig; 2. Regie- 
rungs- und Baurath Mühlke zu Schleswig; 3. Architekt A7öger zu Berlin; 
4. Oberstlieutenant 2. D. vom Schöler, Director der Nordseebäder auf 
Sylt; 5. Gemeindevorsteher Möller io Westerland; 6. Hotelbesitzer 
Esselbach in Westerland. Ueber die eventuelle Wahl eines vierten hoch- 
bautechnischen Preisrichters bleibt weitere Entscheidung vorbehalten. 
Entschiedene Wettbewerbe. 
Theaterprojecte. Infolge des grossen Concurses des Ungarischen 
Ingenieur- und Architektenvereines pro 1895/96 liefen für ein 
grösseres Provinztheater, wie wir bereits erwähnten, 5 Concurrenz- 
werke ein u, ZW.: A. „Im Quadrate 3 Punkte“; 2: „Alea ijacta“; 
3: „Michel-Angelo“ ; A. „Orpheus“; 5: „Thalia-Terpsichore“. Die zur 
Beurtheilung dieser Projecte delegirte Jury, bestehend aus den Mit- 
gliedern Fulius Pärtos, Ludwig Lechner, Alois Hauszmann, Emerich 
Francsek, Ladislaus Steinhausz, Edmund Lechner und Camill Fittler, 
sprach sich anerkennend über die eingelangten Projecte aus und 
beantragte, die goldene Vereinsmedaille sammt dem 600 A. betragenden 
Reisestipendium . dem Werke „Orpheus“ (Verfasser: Architekt Guido 
Hocepfner) auszufolgen. Dem zweitbesten Werke „Thalia-Terpsichore“ 
(Verfasser: Architekt Zol/an Bälint) wurde protokollarische Anerkennung 
gezollt und die silberne. Vereinsmedaille zugesprochen. Das Project 
„Alea ijacta“ des Archtitekten David 7onds wurde ebenfalls belobend 
erwähnt. 
Concurrenzpläne iür ein Sparcassagebäude in Böhm.-Brod. 
Für den Bau eines Sparcassagebäudes in Böhm.-Brod sind auf Grund 
der ausgeschriebenen Concurrenz 36 Projecte eingelangt. Die Jury 
bestand aus folgenden Mitgliedern, u. zW.: 2US Architekt: Müller, 
Professor %. Koula und Architekt Martin aus Prag. Den I. Preis 
erhielt Architekt 7wrek in Königl. Weinberge, den Il. Preis Architekt 
F. Kräsny in Wien. Eine ehrenvolle Anerkennung erhielten: das 
unter Motto „Tempus-Deficit“ eingesandte Project von Architekt Karl 
Haybäck in Wien, ferner die Projecte AH. J. BB.“ in Raudnitz-Prag 
und Project Motto „Zirkel mit Dreieck.“ 
Für das Miethhaus des Wohlthätigkeitsvereines „Caritas“ zu 
Budapest liefen infolge des ausgeschriebenen Wettbewerbes 13 Concur- 
renzpläne ein, welche folgende Mottos führen: „Munka“, „Humanitas“, 
„Iparkodunk“, „Rothes Kreuz“, „Eine Stufe, ein Lift“, „Dreifacher 
rother Kreis“, „En igy gondolom“, „Schwarzer Kreis“, „Sz6p a jöt&- 
konysäg“, „Grand Caf6&-Restaurant“, „Megoldäs“, „Drei Ringe“ und 
  
ein Werk aus dem Auslande ‚ohne Kennwort. . Die Jury wird das 
Ergebniss der VUeberprüfung innerhalb 3—4 Wochen veröffentlichen. 
Concurrenzpläne für ein Dampfbad in Zenta. Von den ein- 
gelangten Plänen für ein Dampfbad in Zenta nahm die am 16. d. M. 
abgehaltene städtische Generalversammlung das Project des Zentaer 
Architekten Szefarz Grundböck an und betraute gleichzeitig denselben 
auch mit der Bauausführung des Bades. Die ausgeschriebenen zwei 
ersten Preise wurden dem Genannten ausgefolgt, während den dritten 
Preis Architekt G&a Koczka erhielt. 
Von den Concurrenzplänen für ein Sparcassagebäude in 
Aranyos-Maröth wurde der erste Preis dem Werke des Budapester 
Architekten Josef Feledy zugesprochen. 
Wettbewerb für die Bebauung des Platzes am Wasserthurm 
in Mannheim. Das Preisgericht zur Prüfung der beiden eingelaufenen 
Entwürfe für die Bebauung und architektonische Ausgestaltung de 
Platzes am Wasserthurm in Mannheim, bestehend aus den Herren 
Oberbaudirector Prof. Dr. Durm in Karlsruhe, geheimer Baurat! 
Prof. Dr. Wallot in Dresden, königl. Baurath und Beigeordnete: 
Stübben in Köln, Architekt. Manzchot in Frankfurt, Oberbürgermeist: 
Beck, Stadtrath Zudwig, Stadtverordneten-Vorstand und Architek 
Hartmann und Hochbauinspector UAlmann in Mannheim, von denen 
die Herren Wallot und Stübben eingehende schriftliche Gutachte 
niedergelegt hatten, hat den beiden eingelaufenen Entwürfen di 
folgenden ausgesetzten Preise verliehen: Den zweiten Preis von 3000 M} 
dem Entwurfe mit dem Motto: „Habeat sibi“, den dritten Prei 
von 2000 Mk. dem Entwurfe mit dem Motto: „Am deutschen Rhein“ 
Als Verfasser der vorgenannten Entwürfe ergaben sich bei Eröffnung 
der verschlossenen Umschläge für den ersten Entwurf mit dem Mott« 
„Habeat sibi“, Herr Architekt Rudolf Tillessen in Mannheim, und f 
den zweiten Entwurf mit dem Motto: „Am deutsche 
Rhein“, Herr Architekt Julius Kolbenheyer , Professor de 
königl. ungar. Staatsgewerbeschule in Budapest. 
BAUTECHNISCHE NEUHEITEN UND PATENTE. 
Construction der Rauchröhren in Paris. Entgegen 
unserer veralteten Praxis ist in Paris und den, grösseren 
Städten Frankreichs die Verwendung von thönernen Röhren 
zur Herstellung von Rauchröhren jetzt allgemein üblich. 
Nur mehr selten, ausgenommen hei Scheidemauern oder 
in kleinen Häusern, werden die Rauchröhren aus Ziegeln 
hergestellt. Die Röhren sind so construirt, 
viel rascheres Arbeiten ermöglichen, der Rauchweg. ist 
rein, durchaus ganz und ein innerer Verputz. ist über- 
flüssig. Hingegen kann im Falle eines Gebrechens der 
beschädigte Theil der Röhre leicht ersetzt werden. Es 
gibt verschiedene Systeme solcher thönerner Rauchrohr- 
constructionen, von denen wir ‚einige illustriren und. be- 
  
dass sie ein’ 
sprechen. Alle sind auf den betreffenden zwei Aussenseiten 
stark gerieft, um den entsprechend starken Verputz gut 
zu halten. Das Innere der Röhren ist absichtlich rauh ge- 
lassen, um dem Russ einen Halt zu bieten, rechtwinklige 
Röhren sind an den Ecken abgerundet. Früher wurden in 
Paris die Rauchröhren bei Scheidemauern allgemein tür 
beide aneinander stossende Häuser im Innern der Mauer an- 
gelegt. Die Feuerassecuranzen erklärten diese Schwächung 
der Mauer für gefährlich und werden die Rauchröhren auch 
hei Scheidemauern jetzt meist aus thönernen Röhren her- 
gestellt, welche aussen än der Scheidemauer befestigt sind, 
wie dies Fig. 12, 13 und 14 zeigen. Die Röhrenstücke 
für Rauchröhren im Innern der Mauern. werden in Dimen- 
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