Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn : Organ für d. Hochbaufach u. seine Interessenten, II. Band (1896)

  
   
Neubauten und Concurrenzen 
  
in Oesterreich und Ungarn Seite 43, 
  
  
  
Nischen. Die einstige Krönungsstadt Krußevac ist heute nur 
eine ist verfallen 
verunziert,. die 
Fresken vertüncht. Die beiden hier veröffentlichten Details 
unbedeutende Ortschaft. Ihre Kirche 
und vielfach entstellt, das Ornament 
der Kirche zeigen deutlich die edle, einfache Gliederung, 
die schlichte, aber künstlerische Behandlung der Orna- 
Allem 
byzantinischen Charakter. 
mente. und vor den unverkennbaren romanisch- 
Das serbische Mauerwerk von einer Kirchenruine 
beweist die eigenartige Behandlung des Mauerwerkes, 
die 1 
  
zünstlerische Fertigkeit im Flachornamente. 
Frostversuche mit Bausteinen der österreichisch-un- 
garischen Monarchie, als Ergänzung der »Resultate 
der Untersuchungen mit Bausteinen«, vom Ingenieur 
August Hanisch, k. k&. Professor und Leiter 
des baugewerblichen Laboratoriums 
an der k. k. Staatsgewerbeschule 
im I. Bezirk in. Wien. Verlag 
  
von Karl Graeser, Wien 
1895. 
Die Untersuchung von 
  
Bausteinen auf Frostbestän- 
digkeit ist in unserem 
Klima gewiss von ganz 
besonderer Wichtigkeit, 
sowohl. {f den Bau- 
meister auch. für 
den Steinbruchbesitzer. 
Statt der verschiedenen 
und verschiedenwerthi- 
gen früheren Methoden 
zur Prüfung der Frost- 
beständigkeit‘. hat die 
Conferenz zur Verein- 
b g einheitlicher 
gsmethoden für 
und Constructions- 
ı einheitliche 
en aufgestellt, 
Iche es ermöglichen, 
in den Laboratorien die 
twirkungen an den 
Steinen direct zu beob- 
achten und danach ein 
richtiges Urtheil über 
  
Üür 
als 
5 
  
  
    
   
  
    
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Le 
die Frostbeständigkeit 
der Bausteine zu 
ge- 
winnen. Fünfundzwan- 
zigmaliges je vierstün- 
  
   
  
  
  
  
   
  
   
  
   
  
  
Sehr hübsch ist auch der kleine Thurm an der 
Kirche in Kamenica. Die Fenster sind mit gut erfundenen 
Pfeifenornamenten, aus Ziegelbändern construirten Um- 
rahmungen versehen, die Kuppel mit romanischem Zahn- 
schnitt und anderen Backsteinmotiven reich aber doch 
zart decorirt. Die Kirche stammt vielleicht aus dem XVI. 
oder Anfang des XVII. Jahrhunderts. Im Innern sind 
unbedeutende Fresken erhalten, ohne strenge Zeicl 
und Conception. 
ınung 
Jedenfalls birgt das Land ganz. interes- 
sante Architekturen, die wegen ihrer Naivetät und Ur- 
sprünglichkeit Beachtung verdienen. 
wendung im Innern des Gebäudes oder auch an der F 
geeignet ist oder nicht. Durch Verwendung an der richtigen 
Stelle des Baues kann der Discreditirung eines Steinbruches 
durch unrichtige Verwendung seines Productes 
vorgebeugt werden. 
Das Werkchen stellt sich als eine 
Ergänzung der im Jahre 1892 vom 
selben Verfasser herausgegebenen 
»Resultate« dar, welche von 
denselben hier behandelten 
Steingattungen die Werthe 
über Gewicht, Druckfestig- 
keit und Porosität bieten. 
Die Resultate der 
Untersuchung der gros- 
sen Zahl von Baustei- 
nen aller Art aus allen 
Theilen der Monarchie 
auf Frostbeständigkeit 
sind in Tabellen‘ ge- 
ordnet, welche das Ver- 
halten und Aussehen 
während und nach fünf- 
undzwanzigmaligem 
Gefrieren und die Mittel- 
werthe des Gewichts- 
verlustes in Percenten 
und der Verringerung 
der Druckfestigkeit in 
Percenten der ursprüng- 
lichen Trockenfestig- 
keit sowohl durch die 
Wassersättigung als 
auch durch. das Aus- 
frieren enthalten. So- 
wohl dem Verfasser als 
auch der Schule, an wel- 
cher er wirkt, gereicht 
acade 
  
  
diges Gefrieren und 
Wiederaufthauen ge- 
nü wohl 
  
     
   
die rückwärtige Wandverkleidung, 
aus schlesischem Granit, 
rückwärtige Inschrifttafel 
aus rothem, 
      
\bs Sn 
Anden, 
  
Abrunden 
und Kanten, 
in Abbröckelungen der 
Ecken und Kanten. in 
Abblätterungen, beson- 
ders der La: 
Sr nr schwedischen Granit. 
der Ecke n 
Vasen sind aus Carraramarmor, 
ist in Hochglanz polirt. 
‚agerflächen, 
und im Entstehen von Rissen bestehen. Wenn sich trotz- 
dem solche Steine beim Bau als nicht frostbeständig 
erweisen, welche aus Steinbrüchen stammen, deren Mate- 
riale die Prüfung günstig bestanden hat, indem sie unter 
Einwirkung des Frostes zerspringen, so sind daran feine 
Risse (Lassen) Schuld, welche im Steinbruch entweder von 
Natur aus bestehen oder eine Folge. der Sprengungen 
oder roher Behandlung sind. Keinesfalls kann durch solche 
Erfahrungen der, hohe Werth richtiger Frostproben ver- 
mindert werden. Dieser Werth der Frostprobe besteht 
auch ‘darin, dass sie den besten Anhaltspunkt zur Beur- 
theilung bietet, ob eine bestimmte Steingattung zur Ver- 
  
Gruft der Familie May am Centralfriedhofe in Wien, Architek 
Die Gruft für die Familie May ist im vorigen Jahre, 
metzmeister Herrn Albert Förster in Zuckmantel fertig 
das Gebälke und die achteckige Kuppel sind 
zum Theil polirt und geschliffen, die Säulen und die 
aus schwedischem Labrador, 2 weitere Inschrifttafel 
Der 
Bronzegebälke mit zwischen eingelegten, rothen, schwedischen Granitplatten. ‚Die 
die Gruftabdeckplatten aus Porphyr. Alles dies 
Die Bekrönung der Kuppel und die Wülste, 
ornamentalen Ausschmückungen sind aus Bronze hergestellt. 
die Anstellung der hier 
veröffentlichten schwie- 
rigenund umständlichen 
Untersuchungen zur 
Ehre; mögen sie in der 
Praxis sowohl seitens 
der Bautechniker, als 
auch der Steinbruch- 
industriellen die 
Schätzung finden, 
welche sie verdienen. 
Die natürlichen Bau- und Decorationsgesteine. Von 
Heinrich Schmid, Ingenieur und k. k. Professor an 
der Staats-Gewerbeschule zu Wien I, Verlag von 
Karl Graeser, Wien 1896, Preis 80 kr. 
In unseren baugewerblichen Fachschulen wird mit 
Recht ein grosses Gewicht darauf gelegt, den Schülern, 
welche ja dazu bestimmt sind, die rein technische Seite 
der Baukunst praktisch auszuüben, die genaue Kentniss der 
Baumaterialien zu vermitteln. Hiezu dienen Baumaterialien- 
Sammlungen und Excursionen in Steinbrüche etc. Das 
vorliegende Büchlein soll ein Unterrichtsbehelf sein und 
bietet eine nach wissenschaftlich-praktischer Methode 
t J. Gartner in Wien. 
und zwar durch den Stein- 
gestellt worden. Der Unterbau, 
n 
cassettirte. Plafond besteht aus einem 
sowie die 
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