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Die künstlerischen Bildungsstätten Gmünds
Derzeitige Zusammensetzung des Lehrkörpers der Höheren Fachschule:
Leitung: Walter Klein,
Form- und Werklehre: Karl Deibele (allgemeine Abteilung); Alfons
Feuerle (Meisterklasse): Ernst Walter Flemming (Gravierwerkstätte);
Albert Holl (Plastik), Joh. Rettenmaier (Goldschmiedewerkstätte):
Richard Pleuer (Schmuckzeichnen); Hermann Weingand (Ziselier-
wverkstätte).
Werklehre: Karl Barwig (Hammerschmiedewerkstätte); Friedrich
Hohweiler (Feinmechanikerwerkstätte); Georg Knoll (Fasserwerk-
stätte); Hermann Schwarzkopf (Metalldrückerwerkstätte),
Abb. 153 Staatlıche Hohere Fachschule Gmünd, Klasse Feuerle: Bronzeplakette
B. Das Kunstgewerbemuseum für Edelmetallindustrie *)
Für die Entwicklung der „Kunstindustrie“ in der zweiten Hälfte des
:9. Jahrhunderts war die Gründung der allerorts entstehenden Gewerbe-
und Kunstgewerbemuseen von nachhaltig förderndem Einfluss.
Dem Beispiele Englands, das in dem von Semper geschaffenen South
Kensington Museum ein Zentralinstitut für die Förderune& englischen Kunst-
zewerbes errichtet hatte, folgten in den sechziger und siebziger Jahren
die Hauptstädte Deutschlands und Österreichs mit der Gründung der
Kunstgewerbeschulen und Museen.
Bei den innigen Beziehungen, welche Industrie und Fortbildungsschule
in Schwäbisch Gmünd von jeher verband, reifte auch innerhalb des aus
Stadt- und Industrievertretern bestehenden Beirates der Gedanke heran. zur
*) Vgl. Das Gmünder Kunstgewerbemuseum, ein Fachmuseum der Edelmetallindustrie, Vor-
rag von W, Klein im Kunstgewerbe-Verein „Vorwärts”, Januar 1918, Gedruckt bei C. Jäger,
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