Full text: Architektonische Monatshefte. Vereinigt mit Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst, IX. Band (1903)

    
ARCHITEKTONISCHE 
  
  
MONATSHEFTE 
Fa Ka 
N 
68 
en 
Kaminwand, 
    
    
# HET TL 
1903 
Entwurf: Professor A, Grenander in Berlin. 
Von der Jubiläumsausstellung des Vereins für Deutsches Kunstgewerbe zu Berlin. 
(Schluss.) 
Sa 
Zn dem ersten Raume, dem Hauptsaal, füllte 
N das von der Deutschen Glas-Mosaik- 
Cs Gesellschaft Puhl & Wagner nach einem 
Entwurf von Professor Max Koch ausgeführte 
grosse Mosaikfeld (vgl. Heft 6) die dem Eingang 
gegenüberliegende Stirn wand. Das gegen 30 qm 
grosse Mosaikfeld lag in einer tiefen hufeisen- 
förmigen Nische. Die grosse Fläche des’ hellen 
Mittelgrundes mit dem farbenprächtigen Pfauen- 
schweifmotiv am Rande und reicher ornamentaler 
Einfassung hatte den Mosaicisten Gelegenheit 
zur vollen und viel- 
seitigen. Entfaltung 
ihres Könnens ge- 
geben. Aus. dem 
am Fusse der Ni- 
sche angeordneten 
Wasserbecken er- 
hob sich ein Po- 
stament mit einer 
Gruppe (Faun und 
      
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
   
Bronzeton durch 
den mattschillernden Hintergrund 
des Mosaiks prächtig herausge- 
hoben ‚wurde. Die Auf- 
stellung bestätigte von 
neuem den hohen Reiz der 
Wirkungen, welche sich 
durch die Anwendung von 
Mosaik erzielen lassen. Der 
obere Teil der Wände und 
Glasschrank, Entwurf: Professor A. Grenander 
in Berlin. die Decke auf Grauweiss ebenso durch vor- 
Ausgeführt in der Kunsttischlerei Y . . ae chiye . . 
von Carl Müller daselbst. gestimmt, ohne Gliederung | zügliche Arbeit wie 
  
Nymphe) von Bild- Palmenkübel. HA 
rchıte : 
hauer W. Schmarje, = N 
hın, 
deren dunkler Ausgeführt von Hofkunstschlosser 
Paul Marcus daselbst. 
und nur spärlich mit mattem Gold belebt, gaben 
in Uebereinstimmung mit dem Mosaik dem Raume 
eine wuchtige Grösse, die mit den zierlichen 
Teilungen der unteren Wände vielleicht nicht recht 
vereinbar, aber für die hier in Vitrinen ausgelegten 
Goldarbeiten gut gewählt erschien. 
Das wirkungsvolle Portal von Kimbel & 
Friederichsen (vgl. Heft 6) war im Holzwerk matt- 
grau gehalten, mit Säu- 
lenkapitälen in Bronze- 
ton, die Portiere aus 
mattrotem Stoff und 
die gitterartigen Ein- 
sätze in einer Art Fili- 
gran aus Bronze, die 
von Profes- 
sor Christian 
Behrens mo- 
dellierten Fi- 
guren grün 
patiniert. 
Das Portal 
bildete den 
Eingang . zu 
einer. Flucht 
von Zimmereinrichtungen, 
denen wir hier eine 
von 
Teilansicht aus einem 
Raume von Kimbel & 
Friederichsen wieder- 
geben, dessen Wand- 
mitte 
nische einnahm. Diese 
Gruppe zeichnete sich 
eine 
Kamin- 
Ofen. 
  
   
  
   
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
Ausgeführt von Töpfermeister Georg Karmann in Berlin. 
    
    
   
     
   
     
    
   
   
   
   
   
    
    
   
   
    
     
    
   
   
     
     
      
   
   
    
  
     
      
	        

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