Volltext : Einladungs-Schrift der K. Polytechnischen Schule in Stuttgart zu der Feier des Geburtsfestes Seiner Majestät des Königs Wilhelm von Württemberg auf den 27. September 1855 (1855)

 

 

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Punkt m mit der zugehórigen. tangirenden Ebene; so wird die Fliche ‘im, Pünkt m mit
der tangirenden Ebene zusammenfallen, wesshalb für diesen Punkt, wenn man ihn als. ein
Element. der Flüche auffasst, das Gleiche gilt, wie für! die tangirende «Ebene. Man) kann

daher obige: beiden Sätze auf, alle, Arten von: Flächen: ausdehnen und allgemein behaupten:

Auf gleichartigen Flichen verhalten sich die (absoluten) Hellen verschiedener
 Elemente (Punkte) wie die Sinuse der Winkel der Lichtstrahlen
 mit diesen Elementen; oder: wie die Cosinuse der Winkel

der Lichtstrahlen mit den Normalen.

Wenn in Fig. 1.a^f'— 1, a/g':--.2 und.a/ b'- 3 ist, so verhalten. sich die Hellen:
 der Ebenen. à' e. a/d', a‘ecy a’ b’ wie 0:11: 2:3.
Diese Hellénverhiiltnisse lassen sich mittelst Farbentônhen- genau ausdrücken, so: bald
man die von der Flichénbeschatfenheit ~abhingige Maximalhelle 3 bestimmt hat.. | Wire
z. B. die Intensitit der Helle '3 von der! Art, dass sie hervorgebracht werden konnte, indem
 man auf der ursprünglich schwarzen Papierfliche mit: weissen Linien' eine. Schraffirung
 so anbrichte, dass die Breiten der, weissen: Linien denen’ der -schwarzen Zwischenrüume
 genau: gleich wären und „also !die Hälfte der ganzen Fliche mit weiss bedeckt wire,
so müsste offenbar zur Hervorbringung der Helle 1 das schwarze Papier mit ‚einer, Schraffirung.
 überzogen werden, bei welcher die. weissen, Linien: nur VA so. breit wären als die
schwarzenZwischenräume, wobei also nur */, der Fläche nit. weiss- bedeckt würde. Zur
Hervorbringung (der: Helle: 2 aber. müssten die (weissen Striche ij: + My der schwarzen
Fläche bedecken ‚während die Helle 0 offenbar durch den ginzlichen Mangel ‘an weisser
Schraffirung anszudriicken: wáre.
Es versteht sich von selbst, dass: man - die gleichen Hellenverhiiltnisse auch durch
respective: einmaligen, zweimaligen und dreimaligen Auftrag eies entsprechend intensiven
weissen Fárbentons mit dem Pinsel ‚erhalten hätte.
Auch durch das Auftragén: ‘von schwarzer ‘Farbe (Tusche) „auf „weissen; Grund ‚könnte
man das gleiche Resultat auf folgendem Wege "erhalten :: Zunüchst müsste man die Stärke
des hellsten Tones 3: bestimmen: uud damit  sowohl dié Ebene. mit: der Helle 3, als auch
die 3 anderen mit: den Hellen 2, 1und 0 anlégen.  Hierauf wire ein Ton zu bestimmen,
welcher über dem vorigen aufgetragen init; diesem: schwarz gäbe; dieser müsste durch Verdünnung
 mit: Wasser auf VA seiner ursprünghcehen Stirke igebracht und: endlich. damit
die: Fläche von der Helle 2 ‘eimmal; ‘die Fliche von der Helle 1 zweimal und die Fliche
von der Helle 0 dreimal angelegt werden.
Auf stätig gekrümmten Flichen finden sich immer gerade Linien oder Curven, lings deren

die Winkel der Lichtstrahlen mit den Normalen constant bleiben: Lings solcher Linien muss

 
            
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