Full text: Jahres-Bericht der Königl. Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Schuljahr 1865/66 (1865)

  
   
vou 133 se 
Der stattgefundene Genuss des Stipendiums schliesst wiederholte Einsetzungen in den Genuss je auf erneuerte 
Bewerbung und bei fortdauernder Würdigkeit und Bedürftigkeit des Betheiligten nicht aus. 
In früheren Jahresberichten wurde niedergelegt, wie hinsichtlich der Frage der Gleichberechtigung der 
Polytechniker mit Studirenden der Universität die Kgl. Ministerien des Cultus und der Innern ihre Ansicht 
dahin ausgesprochen haben, dass, nachdem die technische Abtheilung der polytechnischen Schule einer Akademie 
oder Hochschule gleichgestellt worden, die Studirenden dieser Abtheilung zum Genusse der nicht speciell für Uni- 
versitütsstudirende, sondern für Studirende überhaupt bestimmten Studienstiftungen, mógen dieselben Familien- oder 
andere Stiftungen sein, gleich den Universitátsstudirenden zuzulassen seien. 
Wie in unserem letzten Jahresbericht angeführt wurde, ist in dieser Richtung für die Gremp'sche Familien- 
stiftung und für die im Jahr 1864 errichtete Staatsrath v. Ludwig'sche Stiftung besondere Festsetzung getroffen 
worden. Aehnlich wurde mit Genehmigung des Kgl. Ministeriums des Innern vom 2. August 1865 für Stipendien 
aus der für Angehörige der Stadt Bopfingen bestimmten Stipendienpflege ausdrücklich ausgesprochen, 
dass die unter den vorschriftsmässigen Bedingungen wirklich aufgenommenen Studirenden an der technischen Abtheilung 
der polytechnischen Schule (wie an der land- und forstwirthschaftlichen Akademie zu Hohenheim) hinsichtlich des 
Bezugs jener Stipendien den Studirenden an Universitäten gleichgestellt seien. 
Aus den Erträgnissen der durch Kgl. Verordnung vom 28. Mai 1842 gegründeten sogenannten Jubiläums- 
stiftung werden jährlich 2200 fl. an bedürftige und würdige ordentliche Schüler der polytechnischen Schule, insbe- 
sondere an solche, welche sich mit Erfolg dem Studium der Chemie oder Mechanik widmen, vergeben. Während 
des abgelaufenen Jahres gelangten durch Ertheilung von Portionen von je 100 fl. oder halben Portionen von je 50 fl. 
24 Studirende in den Genuss dieser Stiftung. 
Mit Staatsunterstützung, verbunden mit Befreiung vom Unterrichtsgeld, besuchten die Schule 17 Studirende. 
  
Der Beginn des nüáchsten Studienjahrs 
ist auf 1. Oktober 1866 festgesetzt. 
Am 29. 30. und 31. Juli 1866 wird eine 
öffentliche Ausstellung von Arbeiten 
der Studirenden und Schüler vom Jahr 1865—66 stattfinden, welche am 29. Juli von Nachmittags 2—6 Uhr, am 
30. und 31. Juli je Vormittags von 10—12 und Nachmittags von 2—6 Uhr geöffnet ist und zu deren Besuch hie- 
mit Einladung ergeht. 
  
  
  
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.