Title:
Jahres-Bericht der Königlichen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Studienjahr 1868/69
Shelfmark:
w. G. qt 52
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1554117854977_J1869/23/
   
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von je etwa 5 Zimmern, sämmtlich mit abgeschlossenen Vorplätzen und dem erfor- 
derlichen Zugehór von Küche, Dienstbotenraum u. s. w. 
3) für die Verkóstigung der Zóglinge und Repetenten ist eine Speisemeisterei mit 
geriumigem Esssaal und allem nóthigen Küchen-, Vorraths- und Dienstbotengelass 
nebst Wohnung des Speisemeisters anzuordnen und in bedeckten nahen Zusam- 
menhang mit dem Hauptgebüude zu bringen. 
4) In gleicher Weise ist eine Wohnung des Pedells, dessen Frau die Besorgung des 
Weisszeugs hat, mit Waschküche, Trocken- und Bügelraum einschliesslich einer 
Badeeinrichtung von etwa 4 Wannen in den Entwurf aufzunehmen. 
Die in massiver Construction auszuführenden Gebäude sind angemessen von der Strasse 
abzurücken und die Kirche so anzuordnen, dass ihr Zugang für das Publikum möglich sei, ohne 
die Seminargebäude zu betreten. 
Hierüber ist die Skizze der Grundrisse und des Aufrisses im Massstabe von 1:300 zu 
geben, die Reinzeichnung der Grundrisse dagegen im Verhiiltniss von 1:100, diejenige der Auf- 
risse und mindestens zweier Durchschnitte, vollig ausgeführt, im doppelten Massstabe. 
Der Arbeit ist eine ausführliche Erläuterung beizugeben, aus der die Gründe zu ent- 
nehmen sind, welche den Bewerber zu der von ihm gewählten Anlage sowohl im Ganzen als 
im Einzelnen veranlassten. 
Wie im letzten Jahre, so war auch diessmal wieder vorgeschrieben worden, dass die 
Preisbewerber sich der Anfertigung einer Skizze unter Clausur im Schulgebüude zu unterziehen 
haben. 
An dem hiefür anberaumten Tage haben sich 15 Studirende eingefunden, von welchen 
11 eine Skizze ablieferten; es kam jedoch nur Eine Ausarbeitung ein, was sich daraus erklären 
mag, dass die meisten Bewerber die zur Ausarbeitung der Aufgabe verfügbare Zeit auf die Vor- 
bereitung für das erste Staatsexamen verwenden mussten. 
Der eingekommene Entwurf fand folgende Beurtheilung: 
‚Bei der vorliegenden Arbeit lag eine etwas flüchtige Skizze zu Grunde, doch sind 
keine wesentlichen Abweichungen von derselben auszustellen. — - 
Die im Programm verlangten Räumlichkeiten sind in zwei unter sich parallele, an 
ihren Enden mit Pavillons ausgestattete Flügel vertheilt, welche die Kirche zwischen 
sich fassen, die sonach die Mitte der Vorderseite einnimmt. Die Turnhalle und 
darüber der Musiksaal liegen rückwärts quer in einer auch der Kirche gemein- 
  
  
  
  
  
  
   
   
 
        

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