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Jahres-Bericht der Kgl. Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Studienjahr 1870-1871
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9) bilden die eingereichten Zeichnungen in ihrer Gesammtheit einen Prüfungsgegenstand derart, dass das 
Ergebniss bei Feststellung des Prüfungsresultats mit in Rechnung gezogen wird, 
8. 6. 
Betreffend das Mass der Anforderungen in den einzelnen Prüfungsfächern, so wird verlangt: 
a) Maschinenlehre, technische Mechanik, Wärmelehre und mechanische Technologie in dem Umfange, 
wie dieselben überhaupt der Polytechnischen Schule gelehrt werden. 
b) praktische Geometrie im Umfange des im Unterrichtsprogramme der Schule dermalen unter der 
Benennung »praktische Geometrie« aufgeführten Curses. 
c) Chemie und Baukonstruktionslehre im Umfange der speciellen Vorträge für Maschinentechniker. 
d) im Brückenbau: eiserne Brücken; im Eisenbahnbau: allgemeine Kenntniss des Oberbaues. 
S. T. 
Wenn Candidaten in reiferem Alter sich der Prüfung unterziehen wollen, so sind, falls inzwischen 
die zu stellenden Anforderungen erhóht worden sein sollten, sowohl in Bezug auf $.3. Punkt 2. wie auf 8. 6. die- 
jenigen Kenntnisse massgebend, welche zu der Zeit verlangt wurden, zu welcher der Candidat das 21. Lebensjahr 
zurückgelegt hatte. 
$. 8. 
Die Prüfung ist schriftlich beziehungsweise graphisch in: 
Maschinenlehre, 
Technischer Mechanik, 
Praktischer Geometrie und 
Baukonstruktionslehre. 
Nach Befinden wird sich eine mündliche Prüfung anschliessen. 
Nur mündlich wird geprüft in: 
1i à : r3 . a . 
Mechanischer Technologie nebst Feuerungskunde, Wärmelehre, Chemie, Brücken- und Eisenbahnbau. 
8. 9. 
Die Dauer der Prüfung darf 8 Tage nicht überschreiten. 
$. 10. 
In den Diplomen werden die Befühigungsstufen nach Massgabe des Gesammtergebnisses der Prüfung 
durch die Worte: 
mit Auszeichnung, 
sehr gut, 
gut, 
ziemlich gut, 
genügend, 
bezeichnet. 
$ 1. 
Vor Beginn der Prüfung ist von jedem zugelassenen Candidaten 
eine Prüfungssportel von zehn Tha- 
lern zu entrichten, 
 
        

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