Full text: Jahres-Bericht der Kgl. Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Studienjahr 1870-1871 (1870)

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Die Namen Derjenigen, welche im Kampfe gefallen, an den erhaltenen Wunden oder 
an Krankheiten im Felde gestorben sind, werden einem Beschlusse des Lehrerkonvents zu 
| Folge auf einer im Festsaale des Schulgebäudes aufzustellenden Gedenktafel verewigt werden. 
Dieselben sind: 
1) v. Ausin, Gottfried, geb. 4. Mirz 1847 zu Ladolzburg in Baiern, von Herbst 1864 
—07 Studirender der chemischen Fachschule; seit 15. März 1870 einjährig dienender 
Freiwilliger im Königl. bairischen 9. Infanterieregiment zu Würzburg; mit dem II. 
bairischen Armeekorps im Juli 1870 ausmarschirt; betheiligt an den Schlachten von 
Weissenburg und Wörth; in der letzteren Schlacht (6. August 1870) durch einen 
| Schuss in den Unterleib schwer verwundet und in Folge davon am 4. September 
1870 im Hause seines Bruders zu Ludwigsburg gestorben; auf dem Friedhofe zu 
| Ludwigsburg beerdigt am 6. September 1870. 
2) Berger, Hermann, geb. 14. Juli 1849, Sohn des gleichfalls gefallenen Obersten v. Berger 
von Stuttgart; vom Herbst 1865 bis Juli 1870 Studirender der Architekturfach- 
schule; bei Ausbruch des Kriegs als einjährig dienender Freiwilliger (Offiziersasni- 
rant) in das Kônigl, württembergische 7. Infanterieregiment eingetreten; in dem Ge- 
fecht bei Champigny am 2. December durch den Unterleib geschossen: an seiner 
| | Wunde gestorben den 3. December 1870, 
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beerdigt am 23. December 1870 auf dem 
neuen Friedhof in Stuttgart. 
3) Creutzburg, Heinrich, 20 Jahre 
alt, Sohn des Privatiers in Gotha, von Ostern 
  
1868 bis Sommer 1869 Studirender der Architekturfachschule; als einjihrig dienender 
Freiwilliger ins 6. thüringische Infanterieregiment Nr. 95 eingetreten; für sein Ver- 
| halten in der Schlacht bei Worth mit 
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| 12. Januar 1871 in der Schlacht bei Le Mans bei Erstürmung einer Mitrailleu- 
| senbatterie; bei Le Mans begraben. 
dem eisernen Kreuze dekorirt; gefallen am 
| 4) Dillenius, Friedrich Nicolai, geb. 16. Juli 1852 in Mainz, Sohn des Fabrikdirektors 
, Österr. Galizien; vom Herbst 1869 bis Juli 1870 
I matischen Klasse; im Juli 1870 als 
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in Tenczynek Schüler der I. mathe- 
Freiwilliger auf Kr 
gische Division eingetreten und dem 1. Infanterieregiment »Kónigin Olga< als Offi- 
legsdauer in die württember- 
mersaspirant zugetheilt; am 30. November in dem Gefecht bei Villiers sur Marne 
durch einen Schuss in die rechte Schulter verwundet und in Folge dieser Wunde 
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