Full text: Jahres-Bericht der Kgl. Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Studienjahr 1872-1873 (1872)

  
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L Die Architekturfachschule 
hatte folgende Aufgabe gestellt: 
Für das Generalkommando des württembergischen Armeekorps soll in Stuttgart ein Ge- 
büude errichtet werden. Der Bauplatz ist rechtwinklig 70 Meter lang und 46 Meter breit, an 
der Ecke zweier Strassen gelegen, wovon die an der Langseite horizontal, die an der Schmalseite 
8o[o steigend ist. 
Das Gebäude soll enthalten: 
1) die Wohnung des Generals, bestehend aus 14—16 Zimmern mit dem nöthigen 
Zugehör, wobei Kammern für 6—8 Domestiken ; 
2) die Empfangsräume desselben , bestehend aus 3—4 Salons und einem Saal für 
2— 300 Personen ; 
3) die Militärkanzlei mit besonderem Eingang, bestehend aus 5 Zimmern und 1 Or- 
donnanzzimmer. 
Ausserdem ein Portierzimmer und Garderobe. 
Abgesondert ist anzuordnen : 
Stallung für 8—10 Pferde, Wagenremise, Futterraum, eine Geschirrkammer und zwei 
Kammern für Kutscher und Bereiter. 
Auf genügenden Hofraum und Garten ist Rüeksicht zu nehmen. 
Verlangt werden die Reinzeichnungen der Grundrisse im Massstabe 1: 100, der Auf- 
risse und Durchschnitte im Massstabe 1 : 50. 
Ueber diese Aufgabe liefen drei Bearbeitungen ein, welche folgendermassen beurtheilt 
wurden : 
Das erste Projekt mit dem Motto: 
»Tempora mutantur eb nos mutamur in illis« 
s die Form des lateinischen H. mit, zwei zur Hauptstrasse parallelen Gebäudekör- 
ischenbau auf halber Länge. Diese Anordnung hat eine Zer- 
bei welcher der Garten in zwei von einander 
gibt dem Grundris 
pern und einem verbindenden. Zw 
splitterung der verfügbaren Grundfläche zur Folge, 
die Beleuchtung einzelner innerer Gebäudetheile mangelhaft aus- 
getrennten Theilen unscheinbar, 
Die Vertheilung der Gelasse gibt 
fällt und die Circulation der Wagen eine gezwungene wird. 
Facade entlang eine Reihe unansehnlicher Kabinete, wo eine Folge von 
Die Behandlung der Façade gibt in der Verwendung starker 
im ersten Stocke der 
stattlichen Räumen erwartet wird. 
Vor- und Rücksprünge das Bestreben nach 
ng ungelenk. Die Grundrisse von Erdgeschoss und Souter- 
belebtem Ausdruck zu erkennen, doch ist das Detail 
zu wenig verarbeitet und die Darstellu 
rain sind nur in Blei ausgeführt und auch die B 
ng der Disposition nieht gelingen kann. 
rdig befunden werden. 
egleitschrift verräth eine gewisse Eilfertigkeit, 
welcher eine genügende Motiviru 
Diese Arbeit konnte eines Preises nieht wü 
Ein zweites Projekt mit dem Motto: 
  
 
	        

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