Full text: Jahres-Bericht der Königl. Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Studienjahr 1875-1876 (1875)

  
  
Oeffentliche Handlungen. 
Die Feier des Geburtsfestes Seiner Majestät des Königs, mit welcher die Publikation 
des Ergebnisses der Preisbewerbung für das Jahr 1875 verbunden wurde, ist am 6. März 1876 
in Anwesenheit Seiner Excellenz des Herrn Staatsministers des Kirchen- und Schulwesens Dr. 
v, Gessler und Seiner Excellenz des Herrn Staatsministers des Innern v. Sick durch öffentliche 
Vertheilung der Preise und durch eine Rede des Professors Kankelwitz über »industrielle Krisen« 
begangen worden. 
Allgemeine Verhältnisse der Anstalt; Reorganisations- 
und Unterrichtsfragen. 
Mit dem am 81. Juli 1876 erfolgenden Schluss der zweiten mathematischen Klasse ist die 
vollständige Abtrennung der mathematischen Abtheilung vom Polytechnikum vollzogen und 
damit das längst erstrebte Ziel, die Schaffung der reinen technischen Hochschule, erreicht. 
Die „organischen Bestimmungen“ dieser Hochschule werden zur Zeit einer neuen 
Redaction unterzogen und kommen dieselben demnächst im Regierungsblatt zur Veröffentlichung. 
Im Anschluss an den Lehrplan der jetzigen Vorschulen des Polytechnikums (Realgym- 
nasium Stuttgart, zehnklassige württembergische Realanstalten) sind an den einzelnen Fach- 
schulen neue Studienpläne aufgestellt worden, welche im nächsten Schuljahr in’s Leben 
treten und im Programm pro 1876/77 veröffentlicht werden; an der Ingenieur- und Maschinen- 
baufachschule ist für die Zukunft eine Studienzeit von 7 Semestern, statt bisheriger 6, in Aus- 
sicht genommen; die Architekturfachsehule beschrünkt sich für den eigentlichen Unterricht auf 
6 Semester und weist dem 7. Semester ausschliesslich die nähere Vorbereitung auf das erste 
Staatsexamen zu. 
Unterm 22. Juni 1876 ist als Folge der neuen Organisation die nachstehende Konigl. 
Verordnung ergangen, durch welche die Verordnung vom 4. November 1872 über die Staats- 
prüfungen im Baufache abgeändert wird. 
  
 
	        

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