Volltext: Jahres-Bericht des Königlichen Polytechnikums zu Stuttgart für das Studienjahr 1879-1880 (1879)

  
  
fachschule einer Abänderung in dem Sinn unterzogen; dass künftig die Fächer des »Plan- und 
Terrainzeichnens«, der graphischen Statik der Brückenkonstruktionen«, der Bauformenlehre«, der 
»Baukonstruktionslehre« und des »Eisenbahnhochbaus« je um ein Semester früher, als bisher, begonnen 
beziehungsweise zum Abschluss gebracht werden. 
Seit der Vollendung der Neuordnung der kunstgeschichtlichen Lehrmittelsammlung 
in dem ihr in Folge des Neubaus eingeräumten Lokal finden in derselben Demonstrationen in 
2 wöchentlichen Stunden statt. 
An der Kunstgewerbeschule musste in Folge der gesteigerten Schülerzahl während des 
Wintersemesters bei dem Unterricht im Projectionszeichnen, in der Perspektive und im Architektur- 
zeichnen ein Hilfslehrer in der Person des Architekten Kraft verwendet werden. 
Die Polytechniker-Krankenkasse hat im Rechnungsjahr vom 1. April 1879/80 1556 Æ 
an Beiträgen von Studirenden eingenommen, dagegen, einschliesslich einer nachträglich eingereichten 
Rechnung aus dem Wintersemester 1878/79, für 45 durch zusammen 656 Tage im Katharinenhospital 
verpflegte Studirende die Summe von 2624 Æ an Verpflegungsgeldern und ausserdem 152 Æ 40 À 
für Medikamente, welche an ambulatorisch behandelte Studirende abgegeben worden sind, zu bezahlen 
gehabt. Der Reservefond der Krankenkasse ist in Folge dessen von 1444 Æ 98 d am 1. April 
1879 auf 179 JK 42 d. am 1. April 1880 zurückgegangen, welche verzinslich angelegt sind. Ange- 
sichts der gesteigerten Inanspruchnahme der Kasse in den letzten Jahren und der in Folge des 
Frequenzrückgangs eingetretenen Verminderung ihrer regelmüssigen Einnahmen wird auf eine ange- 
messene Steigerung der letzteren vom nüchsten Schuljahr ab Bedacht zu nehmen sein. 
Lehrmittel 
An grösseren Anschaffungen für die Lehrmittelsammlungen sind aus dem letzten Jahre zu 
erwähnen: 
1) für den geodätischen Apparat: ein Repetitionstheodolit von Breithaupt & Sohn in 
Cassel ; 
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für das physikalische Kabinet: ein grosser Spektralapparat mit 4 Prismen und den 
Vorrichtungen zur quantitativen chemischen Analyse nach Vierordt, von Mechaniker Albrecht 
in Tübingen; 
3) für die chemisch-technologische Sammlung: eine photographische Camera mit 
Objectiv, von E. Liesegang in Düsseldorf; 
4) für die botanische Sammlung: ein Scioptikon mit Glasphotogrammen von M. Fritz 
in Görlitz; 
5) für den Unterricht im Maschinenbau: ein Orsat’scher Apparat vom chemischen Labora- 
torium der Deutschen Töpfer- und Zieglerzeitung in Berlin; 
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für die kunstgeschichtliche Sammlung: Nachbildungen von Originalzeichnungen der 
srüssten Meister Italiens in einem solchen Umfange, dass die Sammlung in dieser Hin- 
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sicht jetzt eine bedeutende genannt werden darf: 
  
 
	        
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