Full text: Jahres-Bericht des Königlichen Polytechnikums zu Stuttgart für das Studienjahr 1880-1881 (1880)

  
  
H. Dynamik, 
1) Was für eine Kraft (in Kilogrammgewichten) muss auf einer schiefen Ebene von p = 12% Steigung 
im Sinne der letzteren auf eine Masse von m — 250 Kilogramm wirken, wenn vom Zustand der Ruhe aus auf einem 
Wege von a — 180 Meter eine Geschwindigkeit von v — 30 Meter erzeugt werden soll und die Reibung mit dem 
Coéfficienten & — 0,02 in Betracht kommt und in welcher Zeit wird dieser Weg zurückgelegt? 
2) Gegeben der Rauminhalt K. des Gefüsses in der Figur bis Ao, Querschnitt Q des Cylinders zwischen 
Ao und A, Hohe AoA = h (vertikal, Masse m des Kolbens, 
Anfünglicher atmosphürischer Ueberdruck von n Atmosphüren im Gefüsse. Druck einer Atmosphäre auf die 
Flücheneinheit gleich p Kilogrammgewichten. 
"Welche Geschwindigkeit hat der Kolben bei Ai, wenn bei Ao die Anfangsgeschwindigkeit Null ist? 
3) Ein regelmüssiges Tetrwder von der Seifenlinge a und der Masse m schwingt um eine horizontal liegende 
Kante. Wie lang ist das mathem. Pendel von derselben Schwingungsdauer? Was ist die Winkelgeschwindigkeit 
beim Durchgang durch die Lage des stabilen Gleichgewichts, wenn die Schwingungsweite gleich Winkel x ist und 
was werden die Drücke auf die an den Endpunkten jener Kante angebrachten Lager? 
4) Was sind die Endgeschwindigkeiten von zwei sich anfänglich mit den Geschwindigkeiten c: und ca in 
derselben Richtung bewegenden Massen m, und ms, welche central auf einander stossen, wenn e der Elasticitäts- 
coëffizient? Und was für ein Verlust an lebendiger Kraft geht dann beim Stosse vor sich? 
IH, Statik. 
1) Ein gewichtlos anzunehmender parallelepipedischer Kasten, welcher in der skizzirten Weise zwischen 
Führungen horizontal bewegt werden kann, ist, wie in der Figur angegoben, theilweise mit Sand (spec. Gewicht 1,5) 
angefült. Am Punkt C: des Kastens wirke in der durch die Axe Ci C. des Parallelepipeds gehenden Vertikalebene 
nnter dem Winkel « mit der Axe eine Kraft P. Es fragt sich nun: 
a) Wie gross muss P sein, wenn bei der geringsten Vergrósserung dieser Kraft Bewegung eintreten soll? 
b) Zwischen welchen Grenzen darf hiebei der Winkel « angenommen werden? oder auch: 
Unter welchen Bedingungen findet ein Klemmen des Kastens in den Führungen statt? 
Reibungscoéffeient u — 1. 
Zwischen dem Kasten und den Führungen mag ein kleiner Spielraum angenommen werden. 
2) Die skizzirte Stabverbindung ist in D mit 800 Kilo und bei A: mit 600 Kilo belastet. Letzteres Gewicht 
ist indessen nicht unmittelbar an derStabverbindung angebracht, vielmehr wirkt es an einem Seil, das um die Rollen 
A: B: und B. geschlungen und bei B, dureh die horizontale Kraft P festgehalten ist. Man soll unter Vernach- 
lässigung der kleinen Rollenhalbmesser die Normal- und Axialkomponenten der Krüfte angeben, welche an den ein- 
zelnen Stüben der Verbindung wirken. 
IV. Schattenkonstruktionen. 
1) In einer Mauernische, die nach gegebener Skizze gestaltet ist, also mit 2 seitlichen Abschrägungen, 
die oben in eine hohle Kegelfläche übergehen, seien alle sich ergebenden. Schatten zu konstruiren. 
2) An einer geböschten Mauer von gegebener Anordnung (also im Grundriss ?4 Kreis mit geradlinigen 
Anschlüssen nach beiden Seiten), die mit einem wulstfórmigen Deckgesims versehen sei, sollen alle sich ergebenden 
Schatten konstruirt werden. 
Y. Perspektive, 
Eine Quaimauer mit Treppenanlage nach gegebener Skizze sei in Perspektive zu setzen und zwar als 
schrüge Ansicht von einem Standpunkt aus, der sich etwa in der Mitte des Flusses befindet. Horizonthóhe so, dass 
man noch auf den Podest der Treppe hinsehen kann. 
  
  
 
	        

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