Full text: Jahres-Bericht der Königlich Technischen Hochschule zu Stuttgart für das Studienjahr 1890/91 (1890)

    
   
   
   
    
  
  
   
    
  
   
  
  
  
  
  
   
  
   
    
   
  
   
  
  
  
   
  
  
   
  
  
  
   
  
  
    
  
   
   
  
  
  
  
   
   
  
  
  
   
    
   
  
   
  
  
  
  
  
    
  
  
  
  
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Dagegen vermisst man in der Aula des Verfassers eben diese Rednertribüne, den Pl 
gäste u. s. w., also gerade die Hauptsache. 
Seite etwa bei halbkreis- oder wenigstens segmentartigem Abschluss derselben sehr schön und zwe 
angeordnet werden. Dadurch würden auch die auf den 4 Ecken der Aula angeordneten T 
die eigentlich doch nicht recht zu „Bramante“ passen. 
Eine weitere Folge der gewählten Grundrissanlage sind die eingeschlossenen Lichthöfe 
gerade als Fehler zu bezeichnen sind, aber bei ganz freistehenden dera 
nicht sehr bedeutender Ausdehnung, wie das vorliegende, 
zu vermeiden sind, und zwar umsomehr, als wenn, wie hier, die an und für sich gut situierten Aborte 
Bezüglich der 8 grossen Ecksüle, von denen die 4 im Erdgeschoss 
und die 4 im ersten Stock als Horsile im Plan bezeichnet sind, 
nótigen Lichts v 
als Sitzungszimme 
ist anzuführen, dass wegen des 
on links nach rechts in beiden Geschossen die 4 einander diagonal 
zu bezeichnen wären; dass ferner die 4 andern als Sitzungszimmer für die Fakultäten mit 100 qm w 
zu gross sind, da ja für den ganzen Senat nur 190 qm im Programm verlangt sind. 
Auch wäre eine Treppe statt deren zwei bei den seitlichen Nebeneingängen 
das doch notwendige Vorsetzen der Eingangsthüre daselbst und der Treppenh 
insofern die in den Zeichnungen angegebene kleine Eingangsthüre, sowie die 
Fenster im vorliegenden Falle als doch kaum zulässig erachtet w 
Im übrigen ist aber zu bemerken 
Grösse im Plan vorhanden sind. 
genügend, 
erden können. 
Was nun die äussere Ansicht. u. s. w. des Gebäudes betrifft, so zeigt dieselbe zwar n 
mante'sche Architektur, sondern mit ihrer zweigeschossigen Pilaster- oder vie 
Palladio und gleichzeitiger Meister, macht aber immerhin zumal aucl 
nehmen monumentalen Eindruck. Die durch ihre häufige Wiederholung eintónig erscheinende, du 
werke reichende 3/, Sáulenstellung wird durch die freilich nicht mehr ungewöhnliche Anordnung des 
portikus mit korinthischen Säulen zwar in wirksamer Weise unterbrochen 
links an diesen Mittelbau ist ein durch 
ı zufolge der kräftigen Glied 
, aber der Anschluss der F 
aus unvermittelter und kaum statthafter; ebenso sind die 
letzteren schwer, unschón, und lassen ein noch eingehenderes Studium der klassischen Architektu 
Verfassers als wünschbar erscheinen. 
es allerdings nur ein Versehen sein mag, dass die grossen korinthischen Sáulen in der Fass 
viel zu niedrigen Postamenten versehen sind, im Durchschnitt d. 
erscheinen. Wesentlich besser erscheint dagegen das Verl 
sonst auffallend besser und wirklich flott gezeichneten Perspektive, die alle Anerkennung verdient. 
Im richtigen Gefühl der allzusehr vorherrschenden Horizontallinien hat 
die 4 schlank emporsteigenden Treppentürmchen auf der Rückseite dem 
fügen wollen, aber dasselbe ist doch ein zu fremdartiges modernes. 
Anzuerkennen ist das Bestreben des Verfassers, 
Bedürfnisses gleich gross zu machen. 
durchgeführt und fleissig gezeichnet, doch kann nicht unerwähnt bleiben, 
die sonst pfahlartige Erscheinung zu benehmen, wie die Säulen de 
jüngung hätten erhalten sollen, 
passender gewesen. 
agegen aber nicht, so dass die Säul 
der Verfasser ohn 
die Fenster in beiden Stockwerken zufol 
und statt der blechernen Plinthe über dem Kranzgesims würe woh 
Von dem mittleren Süulenportikus ist ein Detail nicht vorhanden, d 
werter Weise zwei Durchschnitte gegeben, 
einen mittleren Querschnitt in 100, und einen Làng 
natürlicher Grosse, beide in 
g 
Tuschmanier, auch mit Angabe der Dachkonstruktionen gezeichnet. 
Aus der Betrachtung des Querschnitts geht aber deutlich hervor, d 
höhe von 5 m die vordere Eingangshalle zu nieder ist, was sich durch Ti 
bessern lassen, und dass die Léngsgallerien in der Aula w 
der Saal entweder nur ein niedrigeres zweites 
Schliesslich ist noch zu erwähnen, dass die Dächer 
konstruktiven, teils ästhetischen Gründen wesentlich steiler hätte angenommen werden müssen.“ 
Diese könnten aber bei Weglassung der 3 Fenster 
rtigen Gebäuden von verhö 
Hierauf weist auch die unrichtige Deckenbildung des Portikus hin, 
Im übrigen ist die Fassade nach Vorschrift der antiken S 
dass die kräftigen 3/, Säu 
r jonischen Ordnung überhaupt, die übliche Ver- 
  
    
   
   
  
atz für die Fest- 
an der schmalen 
ckmässig daselbst 
reppentürmchen wegfallen, 
, die zwar nicht 
áltnismüssig doch 
immerhin wegen der daran haftenden Mängel womöglich 
dahin ausmünden. 
r der Fakultäten, 
in den letzteren 
egenüber liegenden als Hórsüle 
5 5 
ohl um die Hälfte 
wobei dann auch 
ausfenster eher möglich gewesen wäre, 
durch die Treppenpodeste zerschnittenen 
F I 
dass die sämtlichen im Programm verlangten Räume in genügender 
icht gerade Bra- 
Imehr 3/, Sáulenstellung eher die von 
erung einen vor- 
rch beide Stock- 
mittleren Giebel- 
lügel rechts und 
Verhältnisse des 
r von seiten des 
wührend 
adenzeichnung mit freilich 
en hier zu hoch 
jülinis des Mittelbaues zu den Flügelbauten in der auch 
e Zweifel durch 
Aeussern ein mehr belebendes Motiv hinzu- 
ge des gleichen 
äulenordnungen 
len, um ihnen 
l eine steinerne 
agegen hat Verfasser in anerkennens- 
enschnitt in 1 
1900 
ass zumal bei der nur mässigen Stock- 
eferlegen derselben aber leicht hütte ver-. 
ie schon oben bemerkt, besser weggeblieben wären, und 
Geschoss, oder statt dessen eine hohe Spiegelgewölbdecke erhalten hätte. 
viel zu flach sind, und die Dachnei 
igung teils aus 
Tritschler. 
   
 
	        

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