Full text: Jahres-Bericht der Königlichen Technischen Hochschule zu Stuttgart für das Studienjahr 1895/96 (1895)

  
     
    
    
   
  
   
   
   
  
  
  
  
     
    
  
  
  
  
  
  
  
    
    
      
     
    
  
  
  
  
  
  
  
  
  
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Stipendien. 
Aus den Erträgnissen der Jubiläumsstiftung haben bezogen: 
im Wintersemester 6 Studierende je 200 4, 9 Studierende je 100 Æ, 1 Studierender 50 A; 
„ Sommersemester 5 , > 200 Là 11 » >» 190: ,, À » 50 
Aus der Studienstiftung Ihrer Majestät der verewigten Königin Olga: 
im Wintersemester 3 Studierende je 180 ./£, 1 Studierender 37 Æ 50 A, 
. Sommersemester 3 i » 1309... .1 > 45 ,. 
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Aus der technischen Stipendienstiftung : 
1 früherer Studierender ein Reisestipendium von 1000 Æ, 
2 Studierende Studienstipendien von je 400 4 
Bei der Federer-Grammontschen Stiftung steht die Verfügung über den Ertrag noch aus. 
Unterrichtsgeldbefreiung haben genossen: 
im Wintersemester 49 Studierende mit einer Gesamtschuldigkeit von 3257 .44; 
„ Sommersemester 39 ; > > > „ 2666 ,. 
  
Preisbewerbung. 
Nach den „Organischen Bestimmungen“ der Technischen Hochschule und dem , Preisstatut“ 
vom 20. Januar 1892 werden an Studierende sämtlicher Abteilungen für völlig genügende Lösung 
von zum Zwecke der Preisbewerbung gestellten Aufgaben Preise vergeben und Belohnungen zuerkannt. 
Das Ergebnis der Preisbewerbung des Jahres 1895 war folgendes: 
I. Die Abteilung für Architektur 
hatte folgende Aufgabe gestellt: 
Für einen horizontalebenen, rechteckigen, 80 m langen, 60 m breiten, von öffentlichen Strassen begrenzten 
Platz eines neuen Stadtteils eine evangelische Kirche zu entwerfen. 
Dieselbe soll für 1200 Sitzplätze berechnet sein, die möglichst freie Aussicht auf Kanzel und Altar haben, 
Der Haupteingang ist von einer Schmalseite zu nehmen. Neben einer Sakristei von etwa 20 qm ist ein Konfirmanden- 
saal von etwa 60 qm und vor der Orgel ein Raum für 40—60 Sänger vorzusehen. In einem Turm sind Uhr und 
Glocken anzuordnen. 
  
Zur Konstruktion der Kirche sind Hausteine und Backsteine zur Verfügung. Der Stil ist freigegeben. 
Man verlangt zwei Grundrisse, zwei Aufrisse und zwei Durchschnitte im Massstab 1:200, ausserdem die 
Hauptfacade und einen Schnitt mit Ansicht gegen den Chor im Massstab 1:100, eine farbige Perspektive und einen 
Erläuterungsbericht. 
Es sind sieben Bearbeitungen eingegangen, über die nachstehendes Urteil abgegeben wurde: 
1. Entwurf mit dem Kennwort: Deo gratias. 
Die kreuzfórmige Anlage mit breitem Mittelschiff und schmalen Seitenschiffen, Altar im Chor, Kanzel 
seitlich daneben, der Turm in der Mitte gegen Westen ist im allgemeinen recht zweckmüssig. Zu tadeln ist, dass 
Sakristei und Konfirmandensaal nicht zusammenhüngen und auch die Emporentreppen am Chor der Verbindung mit 
 
	        

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