Volltext: Jahres-Bericht der Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1896/97 (1896)

  
  
Öffentliche Handlungen. 
Der Feier der Enthüllung des Denkmals für den verstorbenen Professor Franz Grashof in Karls- 
ruhe am 26. Oktober 1896 wohnten auf Einladung des Vereins deutscher Ingenieure als Vertreter 
unserer Hochschule der Direktor, Professor Dr. Hell, und der Vorstand der Maschineningenieurabteilung, 
Professor Ernst, an. 
Das Geburtsfest Seiner Majestät des Königs wurde am 25. Februar 1897 in Gegenwart Seiner 
Exzellenz des Herrn Staatsministers des Kirchen- und Schulwesens Dr. v. Sarwey durch die Ver- 
offentlichung des Ergebnisses der Preishewerbung vom Jahre 1896, die Verteilung der akademischen 
Preise und eine Rede des Professors Dr. Mehmke über Internationale Zeichensprachen gefeiert. 
Zur Feier des 100jáhrigen Geburtstags Kaiser Wilhelms I. fand am 12. März in der reich ge- 
schmückten Aula ein Festakt statt. Durch das Erscheinen Seiner Majestät des Königs und Ihrer 
Majestät der Königin wurde die Technische Hochschule hochgeehrt und der Feier eine besondere 
Weihe verliehen. Zu dem Festakte hatten sich ausserdem eingefunden: Seine Hoheit Prinz Hermann 
zu Sachsen-Weimar, der Staatsminister des Kirchen- und Schulwesens Dr. v. Sarwey, Exzellenz, der 
Staatsminister des Kriegswesens, General der Infanterie Freiherr Schott von Schottenstein, Exzellenz, 
der K. Preussische Gesandte, Wirkl. Geheimrat Dr. v. Holleben, Exzellenz, der K. Kabinettschef, Ge- 
heimrat Dr. Freiherr von Griesinger, Exzellenz, aktive und inaktive Generale, Mitglieder des Geheimen 
Rats und andere hohe Hof- und Staatsbeamte, sowie viele frühere Angehörige der Hochschule. Die 
Festrede hielt Professor Weitbrecht, während Gesang des Akademischen Liederkranzes die Feier ein- 
leitete und schloss. — Im Anschluss an die Aulafeier veranstaltete die Studentenschaft am Abend 
des 12, März einen feierlichen Kommers im Festsaal der Liederhalle. 
Allgemeine Verhältnisse der Anstalt. Organisations- und 
Unterrichtsfragen. 
Nachdem die Erfahrungen der letzten Jahre die Notwendigkeit einer Änder ung der Aufnahme- 
bestimmungen, insbesondere derjenigen für ausserordentliche Studierende, immer dringender dargethan 
hatten, wurden hierauf bezügliche Verhandlungen eingeleitet, Dabei wurde grundsätzlich davon 
ausgegangen, dass bei der Aufnahme von ordentlichen Studierenden an dem Erfordernis eines 
vollgiltigen Reifezeugnisses nach wie vor unbedingt festzuhalten sei und dass, wer dieser Forderung 
nicht zu genügen vermöge, nur als ausserordentlicher Studierender zugelassen werden könne, 
 
	        

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