Preisbewerbung.
Nach den „Organischen Bestimmungen“ der Technischen Hochschule und dem „Preisstatut“
vom 20. Januar 1892 können an Studierende sämtlicher Abteilungen für völlig genügende Lösung
gestellter Preisaufgaben Preise vergeben und Belobungen zuerkannt werden.
Das Ergebnis der Preisbewerbung des Jahres 1900 war folgendes:
I. Die Abteilung für Architektur
hatte folgende Aufgabe gestellt:
Die unten skizzierten Festräume eines Künslerhauses A, B und C, sollen im deutschen Charakter
dekoriert werden. Dabei ist vorausgesetzt, dass alle Räume mit direktem Seitenlicht beleuchtet und die Fussböden
in gleicher Höhe gelegen sind. Als Heizung ist Warmwasserheizung vorgesehen und sind die Heizkörper in zweckmässiger
Weise zu verstecken.
Die Wahl der Materialien soll so getroffen werden, dass nirgends Surrogate Verwendung finden und dass
besonders dekorativ wirkende Baustoffe den Vorzug erhalten. Die Beleuchtung ist durch kleine elektrische Glühlampen
zu erstellen, und der Ausbildung dieses Teils der Aufgabe besondere Sorgfalt zuzuwenden.
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Als weiterer Anhalt zur Ausbildung der Räume soll folgendes dienen: |
Im Raum A (Empfangsraum kreisrund ca. 4,50 m radius ohne Mittelstiitzen, Hohe ca. 9 m.)
Mit reichem DeckengewoIbe, Wände mit eingelassenen Olbildern und Getäfel. Fussboden
in Holzintarsia.
Im Raum B (Festsaal 23 m lang, 10 m breit, Höhe beliebig). Mit farbig bemalter Balkendecke.
Wände in streng stilisierter Bemalung, teppichartig wirkend. Der Fussboden in etwas