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Ossentliche Heilanstallen.
Lange Jahre war das am 9. Januar 1828 eröffnete Katharinenhospital die
einzige öffentliche Heilanstalt der Stadt. In den nächsten Jahrzehnten bis 1864 famen
hinzu: 1842 das nach sechs Jahren in ein eigenes Haus Übersiedelnde, seit 1847 nach
der hohen Protektorin, Königin Olga Majestät, benannte Hospital für Kinder und
Lehrlinge; 1845 die orthopädische Heilanstalt Paulinenhilfe; 1854 das evangelische
Diakonissenhaus. Welche Erweiterung und Ergänzung diese bewährten Anstalten im
Caufe der lezten fünfundzwanzig Jahre durch das unermüdliche Wohlthun des Königlichen
Hauses, die Opferwilligkeit der Stadtgemeinde und der Einwohnerschaft, die
Hochherzigkeit eines menschenfreundlichen Arztes, erhalten haben, ist auf den nächstfolgenden
Blättern verzeichnet.
1. Die Olgaheilanstalt.
Die im Jahr 1842 von den Ärzten Dr. Cleß (+ 1884) und Hr. Elben (5 1862)
in einem Mietlokal, 1848 in eigenem Hause auf einem von der Stadt überlassenen
Bauplaß an der Forststraße errichtete, fortan den Namen seiner hohen Gönnerin
tragende Heilanstalt für Kinder, Lehrlinge und jugendliche Arbeiter war troß
eines Flügelanbaus vom Jahr 1876 dem Bedürfnis nicht mehr entsprechend. Daher
ließ Ihre Majestät 1880--82 auf einem durch die Stadt um 130000 Mark käuf:
lich erworbenen und von derselben unentgeltlich überlassenen Platz zwischen der Bismarc>-,
Hasenberg- und Militärstraße, nach den Vorschlägen des Arztes Professor
Dr. Sigel und den Bauplänen des Architekten Professor Tafel, unter des lekteren