Full text: Deutsche Konkurrenzen (1894, Bd. 3, H. 25/36)

  
  
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9. Bedingungen der Preisbewerbung. Zur Einreichung von 
Entwürfen sind alle in Deutschland ansässigen deutschen Archi- 
tekten eingeladen, 
Die auf Grund des vorstehenden Bauprogramms einzureichen- 
den Zeichnungen haben darzustellen: 
a) Grundrisse der verschiedenen Geschosse; 1 
b) alle Ansichten, soweit dieselben verschie- * in 1:100 
den sind und die nötigen Schnitte; J 
c) eine Perspektive, für welche ein Standpunkt auf dem am linken 
Priefsnitz - Ufer gelegenen Teile der Carola- Allee, in der 
Nähe des Mausoleums des Grafen von Fabrice zu nehmen ist; 
d) ein Lageplan im Mafsstabe von ı:1000;*) 
aufserdem werden verlangt: 
ein Verzeichnis der eingereichten Zeichnungen, ein Erläute- 
rungsbericht zu dem Entwurfe und ein Kostenüberschlag, in 
welchem die Kosten, sowohl nach Mafsgabe der bebauten 
Grundfläche, unter Benutzung entsprechender Einheitssätze für 
den Quadratmeter, als auch nach dem Rauminhalt, unter Zu- 
grundelegung von Einheitspreisen für den Kubikmeter berechnet 
sind. Bei letzterer Berechnung sind ‚die einzelnen Bauteile 
mit ihrer Grundfläche über dem Sockel und der Höhe von 
Traufplatte bis Oberkante ihrer Hauptsimse in Rechnung zu 
stellen. 
Für die Kosten der Orgeln, Altäre u. s. f. (vergl. Pkt. 8) sind 
runde Summen einzusetzen. 
Alle nicht verlangten Zeichnungen, sowie alle Entwürfe, 
deren Ausführungskosten die festgesetzte Bausumme überschreiten, 
bleiben von der Beurteilung ausgeschlossen, 
Bei künstlerisch gleichwertigen Arbeiten wird dem mit den 
geringsten Kosten auszuführenden Entwurfe der Vorzug gegeben. 
Es sollen drei Preise in Höhe von 5000 Mark, 3500 Mark 
und 2000 Mark für die drei besten Entwürfe zur Verteilung gelangen. 
Sollte das Preisgericht der Ansicht sein, dass keiner der ein- 
gegangenen Entwürfe den ersten Preis verdient, so kann statt des- 
selben noch ein zweiter Preis von 3500 Mark zuerkannt werden. 
Aufserdem wird der Ankauf zweier weiterer Projekte zu je 1000 Mk. 
vorbehalten, 
Die preisgekrönten Entwürfe werden Eigentum des Königlichen 
Kriegs - Ministeriums. Dasselbe behält sich jedoch Entschliefsung 
darüber vor, ob es den Kirchenbau nach einem dieser Entwürfe 
zur Ausführung bringen bez. wegen derselben mit einem der Wett- 
bewerber in weitere Verhandlungen treten will, 
*x* . . .. 
) Dem Ausschreiben war ein Lageplan des Bauplatzes und dessen nähere 
Umgebung in 1:2000 (!) beigegeben, sowie ein Uebersichtsplan der Albertstadt- 
Dresden, 
  
24 rn NE Cl 
  
 
	        

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