Full text: Deutsche Konkurrenzen (1894, Bd. 3, H. 25/36)

  
  
  
Evangelische Kirche in Riesa. 
Aus dem Programm.” 
Die Kirche soll auf dem im Westen der Stadt Riesa gelegenen 
‚splatze dergestalt erbaut werden, dass die Längenachse parallel zu 
gs- und Max-Strasse, die Vorderseite mit dem Haupteingang 
‚ördlichen Abgrenzung f—h (Pausitzer - Strasse) zugekehrt und die 
_ oder Altarseite der südlichen Abgrenzung ©—8£ (O.-Strasse) gegen- 
  
   
     
  
  
über, zu liegen kommt. 
Das Terrain zwischen der Kirche und den den Platz begrenzenden 
Strassen, sowie der von der Pausitzer Strasse nördlich liegende kleinere 
Teil Georgsplatzes soll mit gärtnerischen Anlagen geschmückt werden, 
Die Kirche soll im Schiff mit Ausnahme des Altarraumes ungefähr 
00 Sitzplätze und auf einer resp. zwei Emporen, mit Ausschluss des 
-xelchores, noch so viel Sitzplätze enthalten, dass die ganze Zahl 1000 
igt. Auf einen Sitzplatz soll 0,55 m in der Breite und 0,85 m in 
der Tiefe gerechnet werden. Der Altarplatz ist geräumig anzulegen. 
Ferner sind in das Projekt aufzunehmen: Eine neben dem Altarplatz 
liegende und mit Altar zu versehende Sakristei von ungefähr 40 qm 
Grundfläche, ferner ein Raum für kirchliche Geräte von ungefähr 
20 qm Grundfläche, Klosetts, Vorplatz und eine nach dem Unter- 
geschoss führende Treppe. Abgesehen von letzterer müssen die ge- 
nannten Nebenräume. in der Nähe ‚der Sakristei liegen und, wie diese, 
gleiche Fussbodenhöhe mit dem Altarplatz erhalten. Die zum Orgel- 
chor und Empore führenden "Treppen sind unter Annahme von 
Steinmaterial in ausreichender Breite, sowie im günstigen Steigungsver- 
hältnis zu projektieren. Zwischen dem Haupteingange und dem Kirchen- 
schiffe ist: eine geräumige Vorhalle anzuordnen, Der Orgelchor soll 
für 8o Personen (Sänger und Musiker) und die Glockenstube für drei 
Glocken genügenden Raum darbieten, Unter dem Altarplatz ist ein 
Raum für eine Zentralheizung zu projektieren. Auf ausreichend 
grosse Räume für Heizmaterial, sowie auf eine Heizerstube ist Be- 
dacht zu nehmen. Zu berücksichtigen ist, dass das Heizmaterial von 
aussen direkt in den Lagerraum eingeschüttet werden kann. Für die 
Sakristei und den Geräteraum ist Ofenheizung vorzusehen. Die Haupt- 
räume der Kirche und ebenso die Räume für die Heizung und das 
Heizmaterial sollen Ueberwölbung erhalten. Im übrigen ist bei der 
ganzen Raumdisposition der Charakter einer evangelisch - lutherischen 
Kirche zum Ausdruck zu bringen, ein sehr Janggestrecktes Schiff daher 
n Zentralbau zu er- 
zu vermeiden und mehr eine Annäherung an de 
streben. 
Die Kirche hat einen Turm mit Uhr zu erhalten. 
Der Bau soll sowohl äusserlich wie innerlich würdig und monu- 
mental ausgestattet werden, wobei jedoch weniger auf eine sehr reiche 
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der Entscheidung dieses Wettbewerbs mit Beigabe der 
*) Eine Besprechung v 
Preis ausgezeichneten Entwurls findet sich in der D. Bau- 
Abbildung des mit dem I. 
Zeitung vom 4. April 1894, No. 27. 
I 
  
  
   
   
  
  
  
  
   
   
    
   
   
    
   
  
   
   
   
    
  
  
   
   
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
     
	        

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