Full text: Deutsche Konkurrenzen (1894/95, Bd. 4, H. 37/48)

Kasino ın Mainz. 
Programm. 
Zur Herstellung eines Neubaues für die Casinogesellschaft „Hof zum 
Gutenberg“ ist das auf dem Lageplan mit a, b, c, d, e, f gekennzeichnete 
Grundstück erworben worden. Dasselbe liegt an der Grossen Bleiche und 
dem Neubrunnenplatz, grenzt im Norden und im Süden an andere Grund- 
stücke und ist nach Westen an der Mittleren Bleiche gelegen, 
Auf dem Grundstück steht ein Haus A. Dasselbe ist unterkellert 
und sind die Umfassungsmauern, die Gebälke, der Dachstuhl, sowie die 
bis zum ersten Obergeschoss zwischen massiven Mauern aufgeführte steinerne 
Freitreppe in einem Zustande, dass unter Umständen an eine Erhaltung 
dieses Hauses gedacht werden kann. Im Falle der Erhaltung des Hauses 
sind die Fachwerkswände zu beseitigen, durch massives Mauerwerk zu er- 
setzen und die an dieses Haus stossenden Flügelbauten B und C nieder- 
zureissen. Der Abbruch des Hauses A ist aber zulässig. Bei einer Be- 
bauung des Grundstücks kann die in dem einspringenden Winkel des 
Neubrunnenplatzes sich um 0,38 m zurücksetzende Grenzlinie. aufgegeben 
und dieselbe in die Flucht a—g gerückt werden. 
Das zu errichtende Gebäude soll den Charakter eines öffentlichen 
Gebäudes erkennen lassen, jedoch in einfacher aber solider Weise in 
Massivbau ausgeführt werden. Das Innere soll eine würdige, der Bedeu- 
tung der Gesellschaft entsprechende, gediegene Ausstattung erhalten. Be- 
treffs der Fundierung wird bemerkt, dass dieselbe mittelst ausgeschachteter 
Pfeiler, deren Sohle ungefähr 5 m unter Strassenhöhe zu liegen kommt, 
und Grundbogen zu erfolgen hat. Der untere Teil der Pfeiler, der im 
Grundwasser steht, muss aus Zementbeton hergestellt werden, ungefähr 
I m hoch. Das Gebäude soll aus Kellergeschoss, Erdgeschoss, erstem 
Obergeschoss und teilweisem Zwischengeschoss oder zweitem Obergeschoss 
bestehen. 
An Räumlichkeiten werden verlangt: 
Im Kellergeschoss: 
Ein Raum für die Zentralheizungsanlage des ganzen Hauses. — Ein 
Raum zur Aufstellung der elektrischen Maschinen, — Holz- und Kohlen- 
räume. Die nötigen Kellerräume für den Wirt: Haushaltungskeller, 
Flaschenkeller. — Kellerräume für die Gesellschaft: Flaschenkeller für 
30000 Flaschen, Lagerkeller für 60 Stückfässer (1200 Liter), ein ge- 
nügender Raum zum Schwenken der Flaschen. 
Die übrigen Kellerräume sollen als Weinkeller vermietet werden, 
Lange Abteilungen von nicht unter 5,80 m Breite sind für die Lagerung 
von Stückfässern zu 1200 Liter besonders passend. Es ist zulässig, die 
im Erdgeschoss näher bezeichneten Küchenräume im Kellergeschoss an- 
zuordnen, vorausgesetzt, dass dieselben durch einen entsprechenden Luft- 
Schacht genügend erhellt werden können, 
  
 
	        

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