Full text: Deutsche Konkurrenzen (1894/95, Bd. 4, H. 37/48)

Bedingungen. 
ERNST an 
Die Deutsch-reformierte Kirchengemeinde zu Magdeburg be- 
absichtigt in dem von ihr erworbenen, auf dem anliegenden Lage- 
plane dargestellten Gelände von 1500 qm Grösse eine Kirche zu 
erbauen, zu der der Bauplan durch einen öffentlichen Wettbewerb 
ınter den Architekten Deutschlands beschafft werden soll. 
DE 
A. Lage und Stellung. Die Baustelle befindet sich auf dem 
allein für die Herstellung von Garten- und Parkanlagen bestimmten 
Vittelgelände der Promenadenstrasse I der Nordfront zwischen Strasse VI 
les Bebauungsplanes (Lüneburgerstrasse) Pappelallee. — Es darf für 
die Errichtung der Kirche selbst eine Grundfläche von möglichst nicht 
mehr als 800 qm in Anspruch genommen werden, während der 
Gemeinde überlassen bleibt, das Gelände bis zur vollen Grösse von 
1500 qm zwecks Herstellung von Vorfahrt, Fusswegen und gärtnerischen 
Anlagen in Anschluss an die zu errichtende Kirche zu verwenden. 
Die Breite des zwischen den städtischerseits herzustellenden Strassen- 
zügen nördlich und südlich des Kirchenbauplatzes verbleibenden 
Anlagestreifens beträgt 32 m, worüber nach Erfordernis im Projekt 
zu verfügen ist, — Die Kirche soll derart orientiert liegen, dass der 
Haupteingang nach Westen zu angeordnet wird, Nebeneingänge sind 
an der Nord- und Südseite vorzusehen, 
B. Form und Grösse. Die Form der Kirche, ob Lang- oder 
Centralbau, bleibt freigestellt. Der Predigtraum hat den Anforderungen 
des reformierten Gottesdienstes zu entsprechen. — Die Kirche soll 
etwa 800 Sitzplätze enthalten, von denen 600 im Schiff zu ebener 
Erde anzuordnen sind, während die übrigen sich auf den Emporen 
befinden können. Die für den Sitzplatz zu gewährende Fläche ist 
zu 0,55 qm anzunehmen. Für einseitig zugängliches Gestühl sind 
höchstens 8 Sitzplätze, für zweiseitig zugängliches höchstens 14 zu- 
lässig. Zwischenteilungen der einzelnen Sitze sind entbehrlich. Von 
thunlichst sämtlichen Sitzplätzen muss ein freier Blick auf die Kanzel 
gewährt sein. — Im Anschluss an den Kirchenraum soll eine Sakristei 
von etwa 35 qm Flächenraum vorgesehen werden, in Verbindung 
damit ein Zimmer für den Geistlichen von 12—15 qm Grösse, 
Ausserdem wird ein Warteraum von 35—40 qm Grösse verlangt, der 
sich in der Nähe des Haupteinganges befinden muss, — Sämtliche 
Zugänge zum Kirchenraum müssen unbedingt zugfrei hergerichtet 
werden. Die Treppenaufgänge zur Orgel bezw. zu den Emporen 
sind ausserhalb des gottesdienstlichen Raumes anzulegen. Für die 
Anordnung der Treppen und der Ausgänge sind die betreffenden 
Vorschriften zu beachten. — An geeigneter Stelle sind Aborte, nach 
Geschlechtern getrennt, mit besonderen, gut gelüfteten Vorräumen 
anzulegen. — Die Kirche soll durch einen Turm ausgezeichnet werden, 
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