Volltext: Deutsche Konkurrenzen (1894/95, Bd. 4, H. 37/48)

Gesellschaftshaus in Ulm. 
Programm. 
Zur Herstellung eines Saalbaus für den Saalbau-Verein Ulm ist 
der auf beiliegendem Lageplan gekennzeichnete Bauplatz erworben 
worden. Die Höhenverhältnisse sind in den Profilen angegeben, welche 
auch die Regulierung des Blaukanals veranschaulichen. Das zu errich- 
tende Gebäude soll den Charakter eines öffentlichen Gebäudes erkennen 
lassen, jedoch in einfacher, aber solider Weise in Massivbau aus- 
geführt werden. Das Gebäude soll folgende Räume enthalten: 
a) einen Hauptsaal mit Galerien und einer Grundfläche von 
mindestens 600,00 qm zwischen den Umfassungsmauern. Ein Podium 
für Aufführungen von mindestens 60 qm Grundfläche. — b) Speise- 
und Nebensäle mit einer Grundfläche von mindestens 600,00 qm, 
Toiletten und Aborte für Herren und Damen, sowie Kleiderablagen 
mit einer Grundfläche von mindestens 140,00 qm. Von den ver- 
langten 600 qm Speise- und Nebensälen sind auf dem Hauptgeschoss 
in naher Verbindung mit dem Saale womöglich 300 qm vorzusehen; 
die übrigen 300 qm Nebensäle können im Galeriestock angeordnet 
werden. Sämtliche Kleiderablagen können nötigenfalls in einem unter 
dem Hauptgeschoss sich erstreckenden Stockwerk liegen, sollen aber 
unter allen Umständen zugfrei eingerichtet werden; wünschenswert 
ist es jedoch, einen Teil der Kleiderablagen im Hauptgeschoss nahe 
dem Saal oder Vorsaal unterzubringen, und jedenfalls dürfen 
Bedürfnisräume für Herren und Damen in passender Absonderung 
von einander und in bequemer Verbindung mit den Sälen nicht 
fehlen. — c) 2 Räume für die bei Aufführungen mitwirkenden Herren 
und Dämen, von zusammen mindestens 90,00 qm Grundfläche, sowie 
1 Zimmer für Solisten und Kleiderablagen für die Mitwirkenden. 
Von den 2 Räumen für die bei den Aufführungen mitwirkenden 
Damen und Herren mit zusammen 90 qm darf ein Raum von etwa 
45 qm in einem andern Geschoss als dem Hauptgeschoss, bezw. in 
einem Halbgeschoss untergebracht werden. Das Solistenzimmer, 
welches mindestens 25 qm messen sollte, und die anschliessenden 
Bedürfnisräume sollen in gleicher Höhe mit dem Saal bezw. Podium 
liegen, — d) Restaurationslokalitäten im Erdgeschoss für eine Tages- 
wirtschaft mit Cafe und Billardzimmer mit zusammen mindestens 
350,00 qm. — €) Die erforderlichen Büffets, Küchen-, Anricht-, 
Weisszeug-, Keller- und Vorratsräume, — f) Wohnung für den Wirt, 
bestehend aus 4 Zimmern und Schlafräumen für das männliche und 
weibliche. Dienstpersonal. — g) Wohnung für den Hausmeister, be- 
stehend aus: 2 Zimmern und den erforderlichen Nebengelassen. — 
h) Einen Raum für Kartenausgabe mit anschliessendem Registratur- 
zimmer. — i) Geschäftsräume im Erdgeschoss mit den nötigen Ma- 
gazinräumen im Erdgeschoss und Souterrain. Die Geschäftsräume 
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