Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898, Bd. 8, H. 85/96)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
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noch durch eine längere Reihe von Jahren zu Zwecken der städtischen 
Verwaltung benutzt werden. 
Das Grundstück Berliner Strasse ‚No. 72 G, H, CD, E, F, G ist 
von der Stadtgemeinde erst in neuerer Zeit zugekauft und mit niedrigen 
geringwertigen Gebäuden bestanden, die. bei der räumlichen Notlage, in 
der sich die städtische Verwaltung befindet, zu Verwaltungszwecken benutzt 
werden, so gut es geht. Mit einer Arrondierung des Grundstücks Nr. 72 
bei dem Einsprunge C, D, E kann nicht gerechnet werden. 
Es wird die Aufgabe gestellt: Auf dem kombinierten Grundstück 
Berliner Strasse No. 72/73 ein neues Rathaus mit der Mafsgabe zu 
erbauen, dass 
1. die Baustelle unter möglichster Befriedigung des Bedürfnisses nach 
Licht und Luft, insbesondere durch Anlage geräumiger Höfe, welche 
durch Zufahrten sowohl von der Berliner Strasse, wie von der Lützower 
Strasse zugänglich sind, in zweckmäfsiger Weise ausgenutzt wird; 
2. der Bau unter möglichst langer Erhaltung und Benutzung der auf 
dem Grundstück Berliner Strasse No. 73 befindlichen massiven Bau- 
lichkeiten in mindestens zwei Bauperioden zur Ausführung gelangt. 
Anlangend das Raumbedürfnis und die Raumverteilung, so sind im 
Hinblick auf die ungewöhnlich schnelle Entwickelung der Stadt — 
Charlottenburg hatte Einwohner 
1875 A 2S 847 
1880 N 30446 
1885, NRZ {TOLL — 
(800 0 ne 70873 
1895. 131494 
nur überschlägliche Angaben möglich, auf deren Grundlage dem Architekten 
die Gruppierung der einzelnen Bauflächen und ihre Unterverteilung 
überlassen wird, 
Das neue Rathaus soll Räume erhalten für 
I. einen Repräsentationssaal 200 bis 300 qm nebst Vorraum 60 
bis 70 qm, 
II, einen einfacheren Saal zu Versammlungen, Vorträgen u. 8. W. 
150 bis 200 qm, 
III. einen Sitzungssaal der Stadtverordneten -Versammlung, unter Be- 
rücksichtigung der Oeffentlichkeit, berechnet auf 90 bis 100 Stadt- 
verordnete und 25 bis 30 Mitglieder des Magistrais, nebst Ge- 
schäftszimmer für den Stadtverordneten-Vorsteher und das Bureau 
der Versammlung, zusammen 300 bis 350 qm — 
ausserdem zu I bis III entsprechende Nebenräume (Garderoben 
etc.), für welche noch 30 qm zur Verfügung stehen, 
IV. die Centralverwaltung, nämlich: A. den Sitzungssaal für den 
Magistrat (bis zu 30 Personen), B. die Bibliothek nebst Lesezimmer, 
C. das Stadtarchiv, D. 3 Dezernenten, darunter den Oberbürger- 
meister und den Bürgermeister, E. das Bureau, F. die Haupt- 
kalkulatur, G. die Hauptkanzlei — 
zu A bis G 1450 qm, 
V. drei Kassen: A. Hauptkasse 250 qm, B. Kasse der städtischen 
Werke 200 qm, C. Sparkasse 150 qm — 
 
	        

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