Full text: Deutsche Konkurrenzen (1900, Bd. 11, H. 121/132)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
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Die niedrige Kanzelstellung hat dabei allerdings zur Voraussetzung, dass in 
dem Kirchenraume seitliche Emporen nicht angeordnet werden. Diese sind in einem 
saalförmigen Raum von so geringen Abmessungen, wie in dem vorliegenden Falle, 
auch gut zu entbehren, und die Emporenanlage ist auf die Stelle gegenüber der 
‘Orgel zu beschränken, wodurch die Einheitlichkeit des Raumes eine weitere Ver- 
“ vollkommnung erfährt. 
“(4 Das Preisgericht war ferner der Ansicht, dass in dem Falle, wo die Kanzel 
in der Längsachse des Raumes ihren Platz findet, auf einen Mittelgang zu verzichten 
“ist, da es für den Redner ein lähmendes Gefühl ist, dem breiten leeren Gang gegen- 
„über Aprechen zu müssen. Das Preisgericht hat in allen Fällen, wo es sich ohne 
- Zwatig ergab, denjenigen Vorschlägen der Verfasser seine besondere Teilnahme zu- 
gewendet, in denen versucht war, die Sitzreihen der Gemeinde in mehr oder weniger 
‚stark geschwungenen Linien um die Kultusstätte herum zu gruppieren. Dagegen 
wurden solche Bankanordnungen als unzulässig erachtet, bei denen es sich ergab, 
dass die Sehlinien der Sitze die Hauptsehlinien zur Kultusstätte hin lotrecht treffen. 
Bauausführung. 
Der durch den 1. Preis ausgezeichnete Entwurf der Herren Prof. Vollmer und 
Architekt Yassoy in Berlin ist zur Ausführung bestimmt worden, 
 
	        

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