Aus dem Programm.
Die Projekte sind nur zu skizzieren.
Das Presbyterium behält sich die Uebertragung der Bauausführung
vor. Als Preise sollen drei Beträge verteilt werden: 500 Mark, 350 Mark
und 150 Mark. Dem Verfasser des zur Ausführung bestimmten preisgekrönten
Entwurfs soll im Falle der Uebertragung der Ausführung die
Summe des Preises auf sein Honorar angerechnet werden.
Die Wahl des Stils bleibt den Architekten überlassen. Die Skizzen
sind im Mafsstab 1:200 anzufertigen und an Plänen zu liefern:
ı Grundriss, ı vordere Ansicht, ı Längenansicht, ı Choransicht, 1 Querund
ı Längenschnitt, sowie ein Kostenüberschlag.
Als Hauptbaumaterialien sind vorgesehen Feldbrand- oder Ringofensteine
und Verblendsteine. Hausteine dürfen in mäfsiger Weise
verwendet werden.
Die Heizung kann in den Skizzen und im Kostenüberschlag
ausser Betracht bleiben.
Verlangt werden mindestens 400 Sitzplätze zu ebener Erde; vorzusehen
ist eine spätere Erweiterung durch Emporen.
Der Preis des Rohbaues soll 60000 Mark betragen ausschl. Bauleitung,
Umzäunung und Gartenanlagen. Diese Summe ist das Maximum,
Pläne, welche diese Summe überschreiten, sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.
Das Preisrichteramt haben übernommen: die Herren Geh. Baurat
Pflaume und Baurat Heimann in Köln und Baurat Freyse in Köln-Lindenthal,
sowie die Herren Kaiser und Raupach daselbst als Vertreter
des Presbyteriums. Im Falle der Verhinderung eines Preisrichters
kann das Preisgericht kooptieren.
Die Arbeiten sind bis zum I. August 1899 einzusenden.