Aus den Bedingungen.
Von der‘ Breite des Bauplatzes dürfen höchstens 23 m in, Anspruch genommen
werden., "Die Kirche ‚soll I0 m von der nördlichen Grundstücksgrenze entfernt
bleiben.” Die Lage des Turmes bezw. Haupteinganges erscheint nach der Stadt (nach
Norden) „hin zweckmäfsig, es wird jedoch‘ hierin dem Architekten kein Zwang
auferlegt. r ; :
Bezüglich des Grundrisses soll‘ der Charakter einer evang.' Predigtkirche in
, möglichst. zentraler Anlage gewahrt werden (anlehnend an Wiesbadener-Programm).
Die Kirche soll 750 Sitzplätze enthalten, wovon‘ etwa 580 im Schiff zu ebener Erde
:änzuordnen sind, während die ‘übrigen auf den Emporen sich befinden ‘können. Im
Anschlüss an «den Kirchenraum soll eine‘ Sakristei von etw
*vörgesehen ‘werden, in Verbindung ‚damit ein‘ Zimmer. für
12-15 qm Grösse, N 1
4“ 'x"\ Der Baustil bleibt freigestellt, doch erscheint nach Ansicht der Kircäengemeinde
} äer frühgotische Stil als‘ sehr geeignet. ; Das’ Bauwerk soll ‚einen kirchlich würdigen
„.* monumentalen Eindruck hervorrufen und von edler Einfachheit zeugen. ‘
Sk, u Kite Kuppelbildung. grösserer Höhe‘ im Innern wird nicht gewünscht. - Die
‘Kanzel ist sox anzuordnen,, dass unter, bezw.:vor ihr Raum für die Aufstellung des
Altärs, (etwa. } m zu 2,50 m gro$s). verbleibt.‘ Ih der Nähe des’ Altars müssen etwa
100, Konfirmanden. auf beweglichen Bänken Platz finden können.
ie Zur. Ausführung de$ Baues stehen 240000 Mark zur Verfügung.
N An Zeichnungen: werden verlangt? . ;
+ Bin‘ Kageplan T: 500; :Gründriss . des Erdgeschosses ‚und des Emporengeschpsses,
*Längen- und Querschnitt ‚*LLängsansicht, sämtlich ı : 200, » Die ‚Haupteingangsfront
und'.-die Ansicht vom! Rhein: 1100. Eine perspektivische Darstellung... Ein
*Erläuterängsbericht nebst Kostenanschlag, N ;
‚ Preiserteilung. „Dem Preisgericht stehen: 6000:Mk.. zur Verfügung, welche
unter-die 3—4 besten Entwürfe verteilt. werden sollen. Das Preisgericht besteht aus
den Herren Oberbauürat. Professor Schäfer , Karlsruhe; Baurat /7anz Schwechten,
„Berlin; “Regierungs- und Baurat Angelroth, Wiesbaden; Bäurat Otto "March , "Char-Jottemburg;
Stadtbaumeister 7Aze7, Biebrich; Kirchenvorsteher Fäbrikant Dr. Ludwig
Beck und dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Pfarrer Dr. C. CGeröbert, Biebrich.
Die Entwürfe: sind an den Vorsitzenden „Herrn Pfarrer. Dr. Gr Gerbert, Biebrich.a, Rh.
„spätestens bis Zum ı. ‚April 1900 einzureichen. ;
a 35. qm. Flächenraum
den. Geistlichen won
*
$
* A Aus dem Protokoll des Preisgerichts.
Es waren 122 Entwürfe ‘eingeliefert . worden.
KA 8, ‚April‘ 1900 :zusanimen.
"en. #* Zunächst. wurden nach reiflicher und wiederholter Prüfung 40 Projekte von
der * eigentlichen, Bewerbung: ausgeschlossen. Die Gründe für den‘ Ausschluss bestanden,
abgesehen von einem unvollständig eingelieferten Entwurfe, in der allgemeinen
„technischen und, künstlerischen Unzulänglichkeit. der betreffenden Arbeiten.
Hd Von, den verbleibendefi 82 Plänen sind” dann, ebenfalls in gemeinsamer‘ Bex
ratung, 28, und‘ von diesen wieder 19, als der Anerkennung würdig, reSp. als besonders
« yohlgelungen, ausgewählt. worden. Diese Pläne wiesen allesamt‘ gewisse Vorzüge
„ auf,» konnten aber nicht zur engsten Wahl gezogen Werden, die. vielmehr auf 19 Ent-Würfe
beschränkt ward.‘, : : ;
Diese 19. Arbeiten wurden, verteilt unter die vier auswärtigen Mitglieder "des
Preisgerichts,. von diesen auf das eingehendste geprüft und über jede derselben ein
schriftliches; Gutachten vereinbart, Im Plenuni des Preisgerichts wurden die Gut-‚achten
festgestellt und’ einigte man sich dahin, dass‘ 9 Pläne’ für die Preiserteilung in
Betracht gezogen werden Sollten. Die Preise ‚selbst fielen nach wiederholter Beratung
“"( dureh“ Abstimmung. auf folgende‘ Entwürfe: :
‚Das ‘Preisgericht trat am
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SE Ein exster (Preisgvön 2500. Mark auf den Entwurf ‚Glocke‘, Verfasser Herr
| Architekt Karl v.'Zöhr in Karlsruhe; r AP
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ein. zweiter Preis von 1500 Märk auf den, Entwurf. ,, Wiesbadener Programm“,
< 4 Verfasser, die Herren, Professoren. Vollmer in Berlin und Jassoy in Stuttgart;
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