Full text: Deutsche Konkurrenzen (1900, Bd. 11, H. 121/132)

  
    
Ideen-Wettbewerb 
zur Erlangung eines Bebauungsplanes für den neuen Stadtteil am 
Kurfürstlichen Schloss in Mainz. 
1. Für das durch die nachverzeichneten Strassenzüge, nämlich: Grosse Bleiche, 
Rheinallee, Kaiserstrasse und westliche Schlossplatzstrasse eingeschlossene Gelände, 
auf welchem sich an der Rheinseite das ehemals Kurfürstliche Schloss befindet, soll 
ein Bebauungsplan aufgestellt werden. 
Der neu anzulegende Stadtteil umfasst das an der Rheinallee und Kaiserstrasse 
gelegene Stadterweiterungsgelände mit dem Raimundigarten, das von der Stadt er- 
worbene Grundstück der Schlosskaserne und den Schlossplatz nebst Strassenflächen. 
Das zwischen der mittleren und hinteren Bleiche am Schlossplatz gelegene 
Grundstück der Artilleriekaserne kann für die Neugestaltung mit in Betracht gezogen 
werden, da die spätere Erwerbung dieses zur Zeit dem Militärfiskus gehörigen Grund- 
stücks seitens der Stadt Mainz nicht ausgeschlossen ist. 
2. Für die Erlangung des Bebauungsplanes, welcher ebensowohl den praktisch- 
wirtschaftlichen Interessen der Stadt, als. Besitzerin des Areals, wie Schönheitsrück- 
sichten im allgemeinen und in Bezug auf die den Baugrund umgebenden öffentlichen 
Gebäude genügen soll, wird ein allgemeiner Ideen-Wettbewerb eröffnet, 
3. Für die Projektbearbeitung werden folgende Zeichnungen, Bilder und Schrift- 
stücke ausgegeben: 
. Lageplan mit Höhenangaben, Mafsstab ı : 1000, in zwei Ausfertigungen; 
. Querprofile der das neue Bauareal umziehenden städtischen Strassen; 
. Auszug aus dem Stadtplan; 
. Architektur- und Strassenbilder: 
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b) | Ansichten der Rheinfront der Stadt von der Strassenbrücke aus, 
c) 
d) Erkerfront des ehem. Kurfürstlichen Schlosses, 
e) Hofansicht des Schlosses, 
f) Deutschhausplatz mit dem Grossherzoglichen Palais, 
g) Schlossplatz mit der Peterskirche, 
h) Bauplan für die Christuskirche; 
. Bauprogramm; 
. Zusammenstellung baupolizeilicher Bestimmungen; 
. Plan über die vorhandenen Kanalanlagen für die projektierte Pumpstation am 
Raimundithor. 
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4. Zu dem Wettbewerbe sind einzureichen: 
I. Ein Lageplan mit Höhenzahlen, im Mafsstabe 1:1000, enthaltend die Parzellierung 
der Bauquadrate und die Flächeneinteilung der Strassen und Plätze (Begrenzung 
der Fahrbahn, Schmuckplätze: u. dgl.). 
2. Einige Perspektiven, aus denen die wichtigsten neu zu schaffenden Strassenbilder 
beurteilt werden können. 
3. Erläuterungsbericht unter Anfügung von Flächenberechnungen und Angabe etwaiger 
Vorschläge, betreffend besondere Baubestimmungen. 
  
  
    
    
   
  
  
  
   
  
  
   
   
  
     
   
  
   
  
   
    
   
    
   
  
  
  
  
	        

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