Full text: Deutsche Konkurrenzen (1904, Bd. 17, H. 193/204)

  
  
  
  
  
Aus dem Ausschreiben. 
Zur Teilnahme am Wettbewerb berechtigt sind alle Architekten, welche 
Angehörige des Deutschen Reiches und in Deutschland ansässig sind. 
Der Entwurf ist durch folgende Zeichnungen und Schriftstücke darzustellen: 
a) Der den Unterlagen beigegebene Lageplan mit Eintragung des Gebäudes 
und seiner Zugänge unter Kennzeichnung der gedachten späteren Er- 
weiterung I : 500; 
Grundrisse sämtlicher Geschosse des Gebäudes mit Angabe der Haupt- 
mafse, sowie der Flächen- und Höhenmafse sämtlicher Räume I : 200; 
die hauptsächlichsten zur Klarstellung des Entwurfes erforderlichen 
Durchschnitte I : 200; 
je eine Ansichtskizze nach der Fleethörn und der Gasstrasse I: 200; 
eine nur in Linien dargestellte perspektivische Ansichtskizze des Gebäudes, 
für welche der im gegebenen Lageplan mit Z bezeichnete Standort mit 
einer Augenhöhe von 1,70 m über Terrain zu wählen ist, Die Bild- 
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ebene ist durch die dem Beschauer zunächst liegende Gebäudeecke zu 
legen, an welcher die Höhen im Mafsstabe ı : 200 aufzutragen sind. 
Die auf der Strecke D E im Lageplan belegene Front kann bei der 
Darstellung vernachlässigt werden; 
f) ein kurzer Erläuterungsbericht, in welchem, falls erforderlich, die ge- 
wählte Raum- und Baumassenverteilung zu begründen und Angaben 
über die zu verwendenden Baustoffe zu machen sind; 
ein prüfungsfähiger Kostenüberschlag für das Gebäude ausschliesslich 
aller Nebenanlagen, berechnet nach Kubikmetern umbauten Raumes, 
Dabei ist als Höhe des Gebäudes die Entfernung von Oberkante Keller- 
sohle bis Oberkante Hauptgesims zu setzen. Erker, Türme, Giebel und 
Dachaufbauten sind nach Durchschnittsmafsen besonders in Ansatz zu 
bringen. Der Kubikmeter umbauten Raumes ist mit 20 Mark in 
Rechnung zu stellen. 
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Die Zeichnungen können skizzenhaft ausgeführt sein, Als Mittel der Dar- 
stellung auf den Zeichnungen ist nur Blei oder schwarze Tusche zu verwenden. 
Die Bewerbungsstücke sind bis zum Montag, den 8, Juni 1903 an den 
Magistrat in Kiel einzureichen. 
Postsendungen müssen aus ihrem Aufgabestempel erkennen lassen, dass sie 
vor dem genannten Zeitpunkt aufgegeben sind. 
Das Preisgericht setzt sich zusammen aus: 
1. Dem Stadtverordnetenvorsteher Dr. Aklmann in Kiel, 
„  Oberbürgermeister Fuss in Kiel, 
„  Stadtbaurat Hoffmann in Berlin, 
»  Regierungs- und Baurat Mühlke in Schleswig, 
Stadtbaurat Pazly in Kiel, 
» _Baurat Seeling in Berlin, 
»„ Geheimen Baurat St#bben in Köln. 
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