Full text: Deutsche Konkurrenzen (1904, Bd. 17, H. 193/204)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
4 — 
Altar und Kanzel sind so anzuordnen, dass dieselben tunlichst von 
allen Plätzen sichtbar sind. 
Die Eingänge sind so anzulegen, dass der Innenraum der Kirche 
möglichst zugfrei bleibt. Gefordert wird darum für den Haupteingang 
eine zugfreie Vorhalle, welch« Jleich zur Versammlung der Teilnehmer 
an grösseren Trauungen dienen kann, 
Der Taufstein ist beweglich anzunehmen. 
Auf dem Orgelchor sind Plätze für 50 bis 70 Sänger in auf- 
steigenden Reihen anzuordnen. 
An Nebenräumen werden gefordert: 
a. eine Sakristei von 30 Quadratmeter Grundfläche mit feuer- 
festem Wandschrank zur Aufbewahrung der heiligen Geräte, 
b. eine Taufkapelle von 30 Quadratmeter Grundfläche mit 
kleinem Altar und beweglichem Taufstein, 
c. ein Küsterzimmer von 15 Quadratmeter Grundfläche, zugleich 
Aufbewahrungsraum für Altar- und Kanzelbekleidungen, 
sonstige Utensilien, 
d. ein Versammlungsraum für Sitzungen von 40 Quadratmeter 
Grundfläche (kann auch im Pfarrhause liegen), 
e. zwei Klosetts, 
f. Heizungs- und Kohlenräume im Kellergeschoss. 
Alle Nebenräume müssen von aussen zugänglich sein. 
Die Wahl des Baustils ist freigegeben. Einfache Aichitektur 
und schöne Umrisslinien sind Haupterfordernis. 
Der Turm soll ein Geläut von drei Glocken aufnehmen und 
eine Uhr mit Zifferblatt. 
Das Baumaterial ist gleichfalls freigegeben. Bei Rohbau werden 
Ziegel grossen Formats gewünscht. 28,5/13,5/8,5 cm. 
Für die Konfirmandenzimmer ist bestimmt, dass dieselben neben- 
einander gelegen, durch Rollwände getrennt, zu einem Versammlungs- 
raum vereinigt werden können, 
Kostenpunkt. Für die Aufführung sämtlicher Baulichkeiten steht 
die Summe von 500000 Mk, zur Verfügung. Dieselbe schliesst das 
nach der Norm des Verbandes deutscher Architekten- und Ingenieur- 
Vereine zu bemessende Architektenhonorar ein und darf keinesfalls 
überschritten werden, 
Aus dem Gutachten des Preisgerichts. 
Am 10 Dezember 1903 versammelten sich die Mitglieder des 
Preisgerichts. Es waren 81 Entwürfe eingeliefert worden, 
Den Vorsitz übernahm Herr Geheimer Baurat Hossfeld. Nach 
einer allgemeinen Besichtigung der Entwürfe wurde ein erster gemein- 
schaftlicher Rundgang vorgenommen und zunächst der Entwurf mit 
dem Kenntwort ‚, Advent 1903“ ausgeschieden, da er, entgegen den 
 
	        

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