Full text: Deutsche Konkurrenzen (1906, Bd. 20, H. 229/240)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
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gegenüber und die Anordnung der grossen, unmittelbar daran liegenden Halle in 
allen Geschossen, so dass allenthalben genügendes Licht und bequeme Verbindung 
durch die Korridore erlangt ist. Die Lage der Aborte ist schicklich und bequem. 
Die verlangten Raumgrössen sind bis auf einige Differenzen innegehalten, welche 
durch Ueberschüsse anderer Räume ausgeglichen werden. Einen grossen Vorzug des 
Projekts bildet der schöne geräumige Hof, welcher zur guten Erhellung des ganzen 
wesentlich beiträgt. 
Bildet sonach die geschlossene einfache Grundform den Hauptvorzug des 
Projektes, so kann man dem Aufbau freilich nicht das Lob zu teil werden lassen, 
welches der Grundplan verdient, und steht derselbe in bezug auf Formgebung und 
Darstellungsweise in keinem Verhältnisse zur geschickten Raumdisposition. 
Die Preisrichter haben daher geglaubt, diesem Projekte in Rücksicht auf die 
gelungene Grundrisslösung den dritten Preis zuerkennen zu sollen. 
Bauausführung. 
Der Bau des Rathauses wird voraussichtlich in den nächsten Jahren in Angriff 
genommen werden; unbestimmt ist es bis heute noch, ob das Rathaus in zwei Hälften 
und zwar zunächst die östliche nach der Burgstrasse zu gelegene Hälfte, oder ob 
das ganze Gebäude zu gleicher Zeit zur Ausführung gelangt. 
Ein preisgekrönter Entwurf kommt unverändert nicht zur Ausführung, es wird 
vielmehr der mit dem I. Preise gekrönte Entwurf als Grundlage benutzt und soweit 
nötig und angängig werden Einzelheiten aus den übrigen preisgekrönten und angekauften 
Entwürfen mit zur Anwendung kommen. Der veränderte Entwurf wird von der Stadt 
aufgestellt und auch ausgeführt. 
 
	        

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