Full text: Deutsche Konkurrenzen (1906, Bd. 20, H. 229/240)

Aus dem Ausschreiben. 
Der Wettbewerb ist ein öffentlicher unter den Architekten evang. 
Bekenntnisses und deutscher Reichsangehörigkeit. 
Als Unterlage für den Wettbewerb ist ein Lageplan beigegeben, 
aus welchem ersichtlich ist, dass der Kirchenbauplatz südwestlich an 
der Hauptstrasse nach Baden-Baden liegt, während er nordöstlich von 
einem neuen Strassenzug — Friedrichstrasse — begrenzt wird. 
Der Höhenunterschied beider Strassen ist 5 bis 6 m. (Siehe 
Längsprofil,) 
An der nordwestlichen Langseite ist ein teilweise bebautes Grund- 
stück, während an der südöstlichen Langseite ein zurzeit völlig unbebautes 
Grundstück (Klostergarten) anstösst. 
Es wird angenommen, dass später ein Strassenzug südöstlich vom 
Kirchenbauplatz die Hauptstrasse mit der Friedrichstrasse verbinden soll. 
(Siehe Lageplan und Längsprofil.) 
Die Kirche soll auf der unteren, an der Hauptstrasse gelegenen 
Hälfte des Baugeländes erstellt werden. Die obere, der Friedrichstrasse 
zugekehrte Hälfte ist für das Pfarr- und Gemeindehaus bestimmt, welche 
auf dem Lageplan vorzusehen sind. Die Hauptfassade bezw. Haupt- 
eingangseite soll nach der Hauptstrasse zu liegen. Ausser dem Haupt- 
eingang sind noch '’Seiteneingänge vorzusehen, 
Platz- und Strassenanlage mit Freitreppen, Stützmauern, Böschungen 
und gärtnerische Anlagen sollen mit entworfen, aber nicht mit ver- 
anschlagt werden. 
Gewünscht wird eine evang. Predigtkirche, Zentral- oder Langbau, 
jedenfalls Anordnung von Kanzel, Altar, Taufstein, Orgel und Sänger- 
bühne (ca. £O Plätze) im Angesicht der Gemeinde, so dass Kanzel und 
Altar möglichst von jedem Sitzplatz aus gesehen werden können. 
Die Kirche soll 600 Sitzplätze enthalten (ungerechnet Sängerbühne), 
von denen ein Teil, vielleicht ein Viertel, auf den Emporen angeordnet 
werden kann. 
Die ‚Eingänge sind so anzulegen, dass der Innenraum der Kirch« 
möglichst zugfrei bleibt, 
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.