Full text: Deutsche Konkurrenzen (1906, Bd. 20, H. 229/240)

  
  
  
  
Bestände für etwa 30 Jahre aufnimmt, Ohne einen Erweiterungsbau nötig zu ma 
Ausserdem ist aber auf die Möglichkeit späterer Erweiterung der Kartenabteilı 
durch Anbauten Bedacht zu nehmen. 
Die Benutzung des Dach- (Mansarden) Geschosses sowohl des Verwaltungs-, 
als auch des Quittungskartengebäudes ist der künftigen Erweiterung vorzubehalten. 
Die erforderlichen Einrichtungen für eine Zentral- Heizungsanlage, elektrische 
Beleuchtung und Wasserversorgung sind vorzusehen. 
Die Räume für die Zentralheizung sind im Keller anzuordnen. Die Errichtung 
einer elektrischen Zentrale ist nicht beabsichtigt. Die Kraft zur elektrischen Be- 
leuchtung soll vielmehr durch Anschluss an das städtische Elektrizitätswerk gewonnen 
werden. 
Die künftige Erweiterung sowohl des Verwaltungs-, als auch des Quittungs- 
kartengebäudes ist zu skizzieren. 
Für das Baumaterial kommen lediglich Ziegelsteine in Betracht. 
Ein bestimmter Baustil wird nicht verlangt. 
Es bleibt auch überlassen, ob die Fassaden ganz oder teilweise in gefugtem 
Ziegelbau herzustellen oder mit Mörtelputz zu bekleiden sind. 
Für die Baukosten (einschliesslich der Kosten für die Heizungs-, Beleuchtungs- 
und Wasseranlagen) steht vorläufig eine Summe bis zu 550000 Mark zur Verfügung. 
Durch eine ‚geringe Ueberschreitung dieser Summe soll die Ausschliessung 
vom Wettbewerbe nicht bedingt sein. 
Die Skizzenentwürfe sind im Mafsstabe von I: 200 zu fertigen. 
Es werden verlangt: 
a) Grundrisse für jedes Geschoss, 
b) Quer- und Längsschnitte nach Bedarf, 
c) Ansichten von jeder Front nach Strassen- und Hofseite. 
Die Beifügung von Schaubildern ist freigestellt. 
Die Entwürfe sind bis zum 31. Dezember 1905 abzuliefern. 
Für die vom Preisrichter- Kollegium preisgekrönten 3 besten Arbeiten sind 
Preise von 3000, 2000 und 1000 Mark ausgesetzt; jedoch wird den Preisrichtern 
bei Einstimmigkeit die Befugnis zur anderweiten Bemessung der Preise vorbehalten. 
Ueber die Benützung der Entwürfe und ihre weitere Bearbeitung, sowie über 
die voraussichtlich auf amtlichem Wege erfolgende Bauleitung behält sich die 
Landes - Versicherungsanstalt freie Entschliessung vor. 
Preisrichter sind folgende Herren: 
Binder - Posen, Professor an der Königlichen Baugewerkschule, 
Dr. von Dziembowski -Posen, Landeshauptmann, Vorsitzender des Vorstandes 
der Landes - Versicherungsanstalt, 
Oehme - Posen, Landesbaurat, 
Dr. von Rose-Schroda, Königlicher Landrat, Vorsitzender des Ausschusses 
der Landes - Versicherungsanstalt, 
‚Stoehr-Posen, Landesrat, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der 
Landes - Versicherungsanstalt, 
Dr. Stübben - Posen, Königlicher Oberbaurat und Geheimer Baurat. 
Tiburtius-Danzig, Landesbaurat., 
Aus dem Gutachten des Preisgerichts. 
Das Preisgericht trat am 22. März 1906 zusammen. 
Herr Professor Binder hat das Amt eines Preisrichters infolge seiner Versetzung 
von Posen nach Görlitz niedergelegt; an seiner Stelle wurde Herr Stadtbaurat Teubner 
als Preisrichter berufen. 
Herr Landesrat Stoehr erläuterte die Lage und Grösse des für die Errichtung 
des Verwaltungsgebäudes erworbenen Baugrundstücks, skizzierte die in dem Programm 
für den öffentlichen Wettbewerb aufgestellten Bedingungen und erörterte einige für 
die Entscheidung des Preisgerichts erhebliche Bestimmungen der Baupolizei- Ordnung 
für die Stadt Posen. Er teilte ferner mit, dass auf Grund des öffentlichen Wett- 
bewerbes 76 Skizzen - Entwürfe rechtzeitig eingeliefert seien.
	        

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