Title:
Deutsche Konkurrenzen
Creator:
Neumeister, Albert Häberle, Ernst
Shelfmark:
XIX/493.4-6,1896
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1554189511460_1_1896/182/
Bei Eröffnung der Briefumschläge ergaben sich als Verfasser 
der preisgekrönten Entwürfe: 
. bei dem Entwurf No. ı2, Regierungs- Baumeister Fürstenau, 
x Charlottenburg‘; 
“24; bei dem Entwurf No. 5, Architekten Höniger & Sedelmeier, 
Berlin; 
3bei dem Entwurf No. 38, Architekt Georg Neft, Lehrer der 
‚# £ 2 Baugewerkschule Magdeburg. 
VE a Nach Besichtigung des Bauplatzes und infolge der durch das 
Ri Se mae eßtudium der Entwürfe gewonnenen Ueberzeugung erklärten schliesslich 
*” die vier technischen Mitglieder des Preisgerichts, dass das Gebäude 
am schönsten mit der Längsachse normal zum Hiltropwall stehen 
würde, im Sinne der Situation von No. 38 (Kennwort: Dortmund). 
Sie sprechen daher den Wunsch aus, die anwesenden Vertreter des 
Vorstandes und der Repräsentanten der Synagogen-Gemeinde möchten 
bei der Gemeinde zu der dadurch notwendig werdenden Abweichung 
in der Stellung des Allerheiligsten von der östlichen Richtung die 
Genehmigung nachsuchen. 
Für eine solche Abweichung spricht folgendes: 
1, Es wird dadurch eine ungleich einfachere und natürlichere, 
infolgedessen auch wesentlich billigere und zugleich auch schönere 
Gestaltung des Projektes möglich; 
2. von der Wissstrasse aus würde dadurch dem aus dem 
Innern der Stadt Kommenden ein sehr schönes Bild gegen das 
Allerheiligste gewährt werden; 
3. der Erwerb der Nachbarhäuser im Westen wie im Osten 
würde dabei als nicht erforderlich zu bezeichnen sein; 
4. die Abweichung in der Stellung des Allerheiligsten von der 
östlichen Richtung nach Norden zu würde kaum grösser werden, als 
die südliche Abweichung sein würde, sofern eine Parallelstellung zum 
Hiltropwall im Sinne der meisten Entwürfe gewählt werden würde, 
  
Bauausführung. 
} Betreffs der Bauausführung ist zu bemerken, dass bisher noch 
nichts Definitives beschlossen wurde. 
  
 
        

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