Full text: Deutsche Konkurrenzen (1896, Bd. 6, H. 61/72)

Programm 
für den Entwurf zu einem Konzert- und Restaurationslokal 
im Stadtgarten zu Hagen. 
Als Bauplatz soll der östliche Teil des grossen Plateaus dienen. 
Der ungefähre Mittelpunkt der Baustelle ist auf dem Lageplan mit 
dem Buchstaben A bezeichnet. Eine organische Verbindung des 
Gebäudes mit der Schlucht und dem entgegengesetzt gelegenen an- 
steigenden Gelände, welches jetzt als Wirtschafts- (Gemüse-) Garten 
benutzt wird, ist anzustreben. 
Es muss ein möglichst schöner, frei bleibender Ausblick auf die 
Stadt und die Umgegend gewonnen werden, 
Die zu errichtenden Gebäulichkeiten sollen dienen: 
a) einem täglichen Restaurationsverkehr in freundlich und behag- 
lich ausgestatteten Räumen im Sommer und Winter; 
b) einem gesteigerten Sonntagsverkehr mit Konzerten im Sommer 
und Winter; 
c) der Abhaltung grosser Feste nur im Sommer; 
d) dem Kastellan zur Wohnung. 
Die Gebäulichkeiten sollen folgende Räume enthalten: 
I. eine geräumige Vorhalle, 
2. einen Hauptsaal, in welchem 1200 Personen an Tischen be- 
quem sitzend Platz finden. Galerien zur Aufnahme von weiteren 
mehreren Hundert Personen sind zulässig; dieselben dürfen jedoch 
nicht in den Saal eingebaut auch nicht an der nördlichen Langseite 
des Gebäudes angebracht werden. Dieser Saal soll durch bewegliche 
Wände in 2 kleinere Teile von ca. !/; und 2/3 Grösse zerlegt werden 
können. 
Die Lage des Saales ist unter Berücksichtigung der örtlichen 
Verhältnisse so zu wählen, dass derselbe demnächst noch möglichst 
vergrössert werden kann; die vorzunehmende Vergrösserung ist in 
Umrissen anzudeuten, und ist dabei auf genügenden Raum an der 
westlichen Seite für die Anfahrt von Equipagen Rücksicht zu nehmen. 
3. Mit dem grossen Saal in Verbindung ein Podium für Musik 
und sonstige Aufführungen. von mindestens 150 qm Grösse, 
4. Toiletten und Aborte für Damen und Herren, Dieselben 
sind in passender Absonderung von einander in bequemer Weise er- 
reichbar, in entsprechender Anzahl und Grösse vorzusehen. 
5. Kleiderablagen in durchaus genügender Grösse, welche ver- 
teilt und bequem anzuordnen sind, Dieselben können im Unter- 
geschoss oder auch teilweise im Galeriestock untergebracht werden. 
6. Zwei mäfsig grosse Zimmer für die bei Aufführungen ‘mit- 
wirkenden Herren und Damen bestimmt. Wünschenswert ist, dass 
diese Räume mit dem Saal in einer Höhe liegen. 
7. Restaurationsräume in getrennten Abteilen für eine Tages- 
wirtschaft von mindestens 200 qm Grundfläche. 
Diese Räume sind derartig anzuordnen, dass dieselben sowohl 
vom Haupteingange als auch von den Treppenhäusern leicht zugängig 
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