Full text: Deutsche Konkurrenzen (1896, Bd. 6, H. 61/72)

  
  
  
  
  
An 
0,85 m in der Tiefe gerechnet werden. Die Bänke sollen bei einseitigem 
Zugang nicht über acht Plätze, bei zweiseitigem Zugang nicht über 
sechzehn Plätze erhalten. Es sind unten im Schiff zwei Stühle mit 
je zwölf Sitzplätzen anzuordnen und zwar der eine mit drei Plätzen 
für Mitglieder des Senats, drei Plätzen für die Bauherren und sechs 
Plätzen für Mitglieder des Kirchen-Vorstandes, der zweite Stuhl mit 
zwölf Plätzen für die Mitglieder der Diakonie, 
An Nebenräumen sind erforderlich: 
a) Orgelempore, die zugleich für einen grösseren Sängerchor von 
etwa 60 Personen Raum bietet, 
b) eine Sakristei von etwa 30 qm Grundfläche, 
c) ein etwa 60 qm grosser Versammlungs- oder Unterrichtsraum, 
d) Klosettanlage, 
e) Heizungsraum nebst Raum für Feuerung, 
f) Geräteraum, 
g) Glockenstube für 3 Glocken, 
h) Raum für Aufstellung der Turmuhr. 
Bezüglich des Stiles werden keine Bedingungen gestellt. 
Als Material für die Aussenfronten ist Backstein, eventuell mit 
Verwendung von Haustein anzunehmen. 
Ein Hauptaugenmerk ist auf gute Akustik zu richten, Der Bau 
soll sowohl Ausserlich wie innerlich würdig und monumental ausge- 
stattet werden, wobei weniger auf eine reiche Detailbildung als viel- 
mehr auf eine geschickte Gruppierung der Massen und edle Ver- 
hältnisse Gewicht zu legen ist. 
Der Gottesdienst ist reformiert; ein Aufsatz auf dem Altartisch 
ist nicht üblich. Der Altartisch muss umschritten werden können 
und von einem grösseren freien Raum umgeben sein 
Eine stärkere Scheidung von Schiff und Chor darf nicht stattfinden, 
Das sogenannte Wiesbadener Programm soll thunlichst be- 
rücksichtigt werden. 
Die Baukosten einschliesslich der inneren Einrichtung wie Kanzel, 
Orgel, Sitzbänke, Glocken, Turmuhr, Heizungs- und Beleuchtungs- 
Anlagen, sowie die Bauleitung sollen die Summe von 275000 Mk. 
keinenfalls übersteigen. 
Projekte, welche nach Ansicht des Preisgerichts eine höhere 
Summe erfordern, werden von der Preisverteilung ausgeschlossen. 
An Zeichnungen sind einzuliefern: ı. Im Mafsstab 1: 500: Ein 
Lageplan. 2. Im Mafsstab ı:200: Ein Grundriss des Erdge- 
schosses mit Einteilung der Sitzplätze und Angabe der Stellung von 
Altar und Kanzel. Ein Grundriss in der Höhe der Emporen mit 
Angabe der Sitzeinteilung und Orgel. 3. Im Mafsstab 1: 100: Die 
Ansicht der Vorderfront. Eine Seitenansicht. Die Choransicht. Ein 
Längenschnitt. Ein Querschnitt. 4. Eine perspektivische Ansicht 
(nicht farbig) vom Standpunkt A des Lageplanes, bei welcher die 
Bildfläche durch die diesem Standpunkt zunächst liegende Ecke des 
Gebäudes zu legen ist. 
 
	        

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