Full text: Deutsche Konkurrenzen (1901, Bd. 12, H. 133/144)

  
  
  
  
  
  
  
  
Aus dem Ausschreiben. 
Die Mainzer Volksbank eröffnet unter den Architekten, die An- 
gehörige des Deutschen Reiches sind, einen Wettbewerb zur Erlangung 
von Entwürfen für den Neubau eines Bankgebäudes in Mainz, 
Die Entwürfe sind bis zum 10. Januar 1901 einzureichen, 
Zur Darstellung des Entwurfes werden verlangt: Die Situation 1:250; 
die Grundrisse sämtlicher Geschosse ı : 100; sämtliche Ansichten ı : 100; 
die Schnitte 1: 100; eine perspektivische Ansicht des Aeusseren, vom 
Punkte x des Lageplans gesehen; ein Erläuterungsbericht; eine Kosten- 
berechnung. Dieser Berechnung ist der Kubikinhalt des umbauten 
Raumes, von Trottoirkante bis Oberkante des Dachgesims gemessen, 
mit dem Einheitspreise von 27 Mark zu Grunde zu legen. 
Die ganze Bausumme soll den Betrag von 280000 Mark nicht 
übersteigen, 
In dieser Bausumme sind alle Kosten (auch Centralheizung, 
elektrische Beleuchtung und Ventilation) mit Ausnahme des Bauplatzes 
und der Eisenteile der Tresors und der Safes inbegriffen. Das Preis- 
gericht wird dies bei der Beurteilung mit berücksichtigen. 
Das Preisgericht setzt sich zusammen aus den Herren: Oberbaurat 
Professor Carl Schäfer in Karlsruhe, Professor Gabriel von Seidl in 
München, Baurat Ferdinand Kuhn, Beigeordneter der Stadt Mainz in 
Mainz, Architekt und Stadtverordneter Franz Jos. Usinger in Mainz, 
Ferdinand von Löhr, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Mainzer 
Volksbank in Mainz, Friedrich Reins, Direktor der Mainzer Volksbank 
in Mainz, 
Zur Preisverteilung ist die Summe von 5000 Mark ausgesetzt 
und zwar: 
für einen ersten Preis . . 2500 Mark 
% % zweiten , ea A500 
; ’ dritten. ee La TO00 
” 
Die Mainzer Volksbank behält sich ausserdem gegebenen Falles 
das Recht vor, nicht preisgekrönte Entwürfe für je 500 Mark anzukaufen. 
Die preisgekrönten und etwa angekauften Entwürfe werden Eigen- 
tum der Mainzer Volksbank. Das Recht der Veröffentlichung verbleibt 
den Verfassern, 
Die Mainzer Volksbank verpflichtet sich nicht, wird aber ernstlich 
bestrebt sein, einem der Preisträger die Bearbeitung des Ausführungs- 
entwurfs, eventuell die Oberleitung des Baues, zu übertragen. 
 
	        

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